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5G in Deutschland: Test von Telekom & Nokia in Hamburg erfolgreich

Von John Woll am 07.11.2018 13:28 Uhr
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5G soll als nächste Mobilfunkgeneration neben mobilen Geräten auch viele Anwendungen in der Industrie möglich machen. Jetzt hat die Telekom zusammen mit Nokia und dem Hamburger Hafen die Funktechnik in einem ersten Feldversuch erprobt und zeigen sich von den Ergebnissen erfreut.

5G steht kurz vor dem Durchbruch

Was kann 5G für die Industrie

Mit dem weltweit ersten Feldversuch unter industriellen Bedingungen haben die Hamburger Hafenbehörde (Hamburg Port Authority, HPA), der Netzbetreiber Deut­sche Te­le­kom und der Netzwerkzulieferer No­kia den Einsatz von 5G auch abseits der Anwendungen im Bereich der normalen Mobilfunkversorgung erprobt. Nachdem das Projekt im Februar 2018 gestartet war, wurden jetzt die ersten Ergebnisse des Testbetriebs vorgestellt.

Wie die Partner erläutern, sieht man für 5G in der Industrie vor allem zwei Anwendungsfelder, die bei dem Feldversuch erprobt wurden. Bei der "massive machine type communication" geht es dabei um schmalbandige Übertragung, wie Messwerte eines Zählers. Mit der "critical machine communication" will man zuverlässige Verbindungen bereitstellen, die beispielsweise Kabel in Industrieanlagen ersetzen können.

Um die neuen Anforderungen unter realen Bedingungen testen zu können, wurde auf dem Gelände mit zwei Zellen eine 5G-Abdeckung im 700-MHz-Bereich realisiert. Der Hamburger Hafen bietet dabei mit einer Größe von rund 8000 Hektar ein ungewöhnlich großes Spielfeld für einen solchen Test.

Drei Fälle wurden erprobt

Konkret wurden in Hamburg dann drei Anwendungen erprobt. Beim ersten Test wurden drei Schiffe der Hafenbehörde mit Sensoren ausgerüstet und die gewonnenen Daten per 5G-Übertragung zu einem Leitstand übermittelt - hier ist später unter anderem der Einsatz als unterstützende Technik für Lotsen denkbar. Bei der zweiten Beispielanwendung wurde eine Ampelanlage über die Funktechnik angesteuert - der Hafen verspricht sich hier bei Serienreife, dass der gesamte Straßenverkehr auf dem Gelände noch besser gesteuert werden kann.

Beim dritten Versuch wählen die Partner als Beispielanwendung Aug­men­ted Rea­li­ty (AR) in Form einer Datenbrille, die eine möglichst hohe Datenrate mit kurzer Latenz voraussetzt. Wie von Microsoft Hololens bekannt können so beispielsweise zusätzliche Ge­bäu­de­da­ten in das Sichtfeld des Trägers eingeblendet werden. Unter anderem wurde auch eine Skype-Videoverbindung inklusive Sprachübertragung und AR-Einblendungen erprobt.

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