Foxconn-Werk in den USA: Vorzeige-Projekt wird ein Milliarden-Grab

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[o1] Alexmitter am 30.10. 15:35
+9 -5
"um im Wesentlichen auf Basis von Robotern zu funktionieren"
Eine andere chance hat man auch nicht sonst müsste Foxconn auch Arbeiter aus Taiwan einführen. Amerikanische Arbeiter sind für solche Präzisionstechnik einfach zu minderwertige in ihrer Arbeitsqualität.
[o2] kuchengeschmack am 30.10. 15:39
+3 -
Was ist ein 10,5. Generation-Werk und was ist ein Werk der Generation 6? Ich kann damit irgendwie nichts anfangen.
Kann mich da jemand erleuchten?
[re:1] ckahle am 30.10. 15:46
+17 -
@kuchengeschmack: Das beschreibt im Wesentlichen die Größe der Substrate, aus denen dann die Panels rausgeschnitten werden. Größer wird effizienter, aber auch komplizierter. Gen6 is zb. 1500x1850mm, Gen10 ist 2880x3130mm.
[re:1] kuchengeschmack am 30.10. 16:10
+5 -
@ckahle: Merci :)
[re:2] gonzohuerth am 30.10. 16:51
@ckahle: eine kleine, aber trotzdem wichtige Information, die man auch im Artikel hätte unterbringen können. Danke!
[o3] andy01q am 30.10. 15:40
+5 -1
Eine Amortisationszeit von 30 Jahren klingt erstmal schrecklich; wenn man aber nebenbei noch 13.000 Jobs schafft - wieso nicht?
Was ich viel kritischer finde ist der Wettlauf um Subventionen.
Wenn die USA jetzt mit 5 Mrd. $ Foxconn subventioniert, dann ist als nächstes ka. vll. Indien mit 10 Mrd. $ dran und so weiter.
Das führt dazu, dass die Reichen am Ende überhaupt keine Steuern mehr zahlen müssen und es der Mittelschicht immer schlechter geht.
"Aber neue Arbeitsplätze..." aber die entstehen auch nur jetzt gerade kurz- bis mittelfristig, weil die USA grad vorgelegt hat was Subventionen angeht. Wenn die Subventionen ausgereizt sind ist weltweit auch nicht mehr Arbeit vorhanden. Dann ist die Unterschicht genauso groß wie vorher und der Mittelschicht geht es schlechter als vorher.
[re:1] Link am 30.10. 15:56
+6 -
@andy01q: An einer Amortisationszeit von 30 Jahren ist nichts schrecklich, ist z.B. bei Gebäuden zumindest nicht ungewöhnlich und damit auch für eine Fabrik nicht unangemessen. Die Frage ist, ob die Verantwortlichen schlau genug waren den Vertrag mit Foxcon so aufzusetzen, dass die das Geld auf jeden Fall wiedersehen, auch dann wenn die Produktion z.B. vorzeitig eigestellt wird. Ich befürchte eher nicht, wie bei sowas üblich.
[re:1] andy01q am 30.10. 16:12
+4 -1
@Link: Eine Fabrik für High-Tech-Technologie sollte sich in 4 Jahren amortisiert haben.
Das, was die da herstellen ist in 4 Jahren schon 30-50% weniger wert als es zu Beginn gewesen sein wird.

Wobei ein Großprojekt wie ein Hauptstadtflughafen (lol) oder ein Olympiastadium auch durchaus deutlich mehr als 30 Jahre Amortisationszeit haben können. Aber da geht es dann auch um Kultur und Prestige und nicht um Förderung von Menschen die eh schon superreich sind.
Wobei Prestige hier halt auch der eine wichtige Grund ist, warum das so gemacht wurde.
Und der Vertrag wird sicherlich nicht ohne Schlupflöcher für Foxconn sein, in jedem Fall werden die da nicht 30 Jahre lang die gleichen LCDs fertigen, die schon zu Beginn mehrere Generationen überholt sein werden.
[re:1] Link am 30.10. 16:17
+4 -
@andy01q: "Eine Fabrik für High-Tech-Technologie sollte sich in 4 Jahren amortisiert haben."
Aus Sicht von Foxconn ja, denn dann muss modernisiert werden. Aus Sicht des Staates nicht unbedingt, für die ist es nur wichtig, dass Foxconn die Fabrik nicht nach den 4 Jahren schließt, sondern weiter Leute beschäftigt.

"Wobei ein Großprojekt wie ein Hauptstadtflughafen (lol) oder ein Olympiastadium auch durchaus deutlich mehr als 30 Jahre Amortisationszeit haben können."
Da gibts keine Amortisationszeiten, das sind Fässer ohne Boden, die dauerhaft vom Staat subventioniert werden.
[re:2] maximus3 am 30.10. 16:35
+2 -
@Link: Es soll ja Dinge geben die amortisieren sich auch nie..
[re:1] Link am 30.10. 16:38
+1 -
@maximus3: Hab ich nicht abgestritten. Aber mit 30 Jahren zu rechnen ist nun mal nicht ungewöhnlich.
[o4] dpazra am 30.10. 18:17
+7 -
Tja, sobald das schöne Steuergeld dann aufgebraucht ist, nimmt Foxconn seine fertig entwickelten Roboter und sein gewonnenes Know-How, betreibt sie mit billigem chinesischen Strom, oder zieht weiter, zum nächsten Trottel, der glaubt, sie mit Subventionsgeldern locken zu können.
[o5] PiaggioX8 am 31.10. 06:44
+1 -
War irgendwie abzusehen. Bei den Lohnkosten in USA wird das ein Draufzahler für Foxconn.
Deswegen wäre ja auch eine hohe Automatisierung erforderlich gewesen ud damit wirds auch nichts aus den 13 k Arbeitsplätzen.
Aber was willst von einem Präsidenten erwarten, der schon mehrere gezielte Pleiten hingelegt hat.
Trump ist ein Erzkapitalist wie er im Buche steht. Und genauso wie er seine Geschäfte geführt hat, führt er auch seine Regierung. Intrigen, Lügen und ohne Rücksicht auf Verluste.
[re:1] GrIvEl am 31.10. 09:15
+1 -
@PiaggioX8: Dir ist aber schon bewusst, dass die westliche deindustrialisierung nicht von Trump ausging? Aber schön gegen Trump wettern, als ob die Politiker vorher ehrlicher waren... Trump mag ein Arschloch sein, sagt es dir aber wenigstens direkt ins Gesicht. Und nicht Trump hat den Turbokapitalismus entwickelt und als Präsident umgesetzt... nein, das waren andere vor ihm und jetzt rate mal wer die waren... Neben dem, dass ich nicht wusste, dass diese lächerliche Anlage "Trumps Vorzeige Projekt" ist. Wir reden hier von völlig normalen Summen . Trumps Vorzeigeprojekte waren bspw. seine Steuererleichterung.
[re:1] PiaggioX8 am 31.10. 09:37
+1 -
@GrIvEl: das ist schon klar. Nur kommt bei den Amis hinzu: die haben so fast alle Schlüsseltechnologien nacvh China verkauft. Weil die Raubtiere meinten so schnelle Dollars zu generieren was sonst nicht möglich wäre.
Die ausgelagerte Fertigung ist ein hausgemachtes Problem. Einige Firmen haben das geschnallt, etliche aber nicht.
Das wird auch über kurz oder lang unsere Schlüsseltechnologien betreffen. Vor allem die Autoindustrie.
Man lässt sich von China einfach nur verarschen, indem man nicht nur ARbeitsplätze schafft, sondern gleich das ganze KnowHow mit abgeben muss.
China spart sich dadurch Jahrzehnte an Eigenforschungen und Investitionen.
Es stimmt schon: Kapitalisten verkaufen dir wissentlich, vor lauter Geldgeilheit, auch den Strick mit dem man sie aufhängt.
Mit anderen Worten: Der Westen schafft sich ab. Man schaufelt sich sein eigenes Grab.
[re:1] Fireball3 am 31.10. 11:11
+ -
@PiaggioX8:
Keine Angst, es sind nicht nur die Amis, die alles nach China geschleppt haben. ^^
Man muss aber auch klar sehen, dass es kaum anderen Optionen für die Unternehmen gibt. Entweder man macht das Geschäft oder man hält an seinen Prinzipien fest und verdient das Geld nicht - den Vorstand muss man mir aber erst zeigen, der die Eier dazu hat. Und da es immer einen geben wird, der das Spielchen mitmacht, grenzt es an unternehmerischen Selbstmord, wenn man so einen riesen Markt seinen Wettbewerbern allein überlässt.
[o6] tkainz am 31.10. 07:53
+2 -
ich sag nur Nokia und Bochum.. Foxconn geht halt dann nach Mexiko ;) aber MAKE AMERICA GREAT AGAIN..
[re:1] PiaggioX8 am 31.10. 11:25
+ -
@tkainz: Ne die können in Amiland bleiben. Kommen doch gerade tausende von Südamerikanern und wollen die US-Grenze stürmen.
Besser kann es doch nicht sein - wenn die Hungerlöhner von alleine kommen.
Im südwesten der USA gibt es zehntausende von billigst und illegal arbeitenden Mexikanern. Wer soll denn sonst die Obst- und Gemüsefelder abernten?
[re:1] DerTigga am 31.10. 18:10
+ -
@PiaggioX8: Trump schickt doch grade tausende Armeeangehörige hin, also das wird doch wohl reichen ? :-p
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