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Xiaomi Mi Mix 3: Slider-Smartphone mit Maximal-Display und 10 GB RAM

Von Roland Quandt am 25.10.2018 11:15 Uhr
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Der chinesische Hersteller Xiaomi hat soeben sein neues Topmodell Xiaomi Mi Mix 3 offiziell vorgestellt, bei dem man das von dem Unternehmen mit der Mix-Serie erstmals umgesetzte Konzept der fast randlosen Smartphones vorläufig auf die absolute Spitze treibt. Das Gerät kommt nun auch am unteren Ende ohne einen breiten Rand daher, ist dafür aber im Slider-Formfaktor gehalten.

Das Xiaomi Mi Mix 3 besitzt ein 6,39 Zoll großes AMOLED-Display mit einem Seitenverhältnis von 19,5:9, das mit 2340 x 1080 Pixeln arbeitet und damit eine Full-HD+-Auflösung bietet. Das Gerät zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass hier keine Notch vorhanden ist und das Panel an drei Seiten fast bis ganz an den Rand des Gehäuses reicht. Unten gibt es ein im Vergleich zu den Vorgängermodellen stark reduziertes "Kinn", was durch die Verlagerung der Kameras auf die "zweite Ebene" möglich wird.

Xiaomi Mi Mix 3

Gemeint ist damit der Umstand, dass das Telefon einen vollflächigen Schiebemechanismus nutzt, so dass das Display bei Bedarf nach unten geschoben werden kann. Dabei kommen die Kameras des neuen Mix 3 zum Vorschein, die im normalen Betrieb somit nicht zu sehen sind. Das Konzept ähnelt dem, was man vor Jahren bereits bei Geräten wie dem BlackBerry Priv sah. Xiaomi verspricht, dass der Bildschirm hier 93,4 Prozent der Front bedeckt.

Die Frontkameras sind trotz der aufwendigen Konstruktion nicht überragend gut ausgestattet. So kommt hier ein 24-Megapixel-Sensor zum Einsatz, der von einem zusätzlichen 2-Megapixel-Sensor unterstützt wird. Man will dennoch allerhand Kamera-Tricks rund um Selbstporträts bieten, nutzt aber den Raum hinter dem aufgesetzten Display nicht etwa, um hier eine aufwendige Gesichtserkennung im Stil des iPhone X oder Huawei Mate 20 Pro zu realisieren.


Die Hauptkameras des Xiaomi Mi Mix 3 nutzen jeweils einen 12-Megapixel-Sensor, wobei der Standard-Sensor mit einer F/1.8-Blende und optischem Bildstabilisator punkten soll, während hinter der zusätzlichen Teleoptik eine F/2.4-Blende geboten wird. Der eigentliche Hauptsensor hat mit 1,4 Mikometern Kantenlänge außerdem größere Sensorpixel als der mit 1,0 Mikrometern Pixelgröße etwas kleinere Telesensor.

Durch leistungsfähige Software kann das Mi Mix 3 mit Hilfe der ebenfalls guten Kamera-Hardware einen DxOMark-Score von insgesamt 103 Punkten erreichen. Bei Fotos kommt man auf 108 Punkte, während es bei Videos immerhin noch 93 Punkte waren. Die hohen Werte sind unter anderem Features wie einer Rauschreduzierung durch Überlagerung mehrerer Aufnahmen und ähnlichem zu verdanken, was für bessere Bilder bei wenig Licht sorgt.


Bis zu 10 GB RAM

Eine weitere Besonderheit des Mi Mix 3 ist, dass das Gerät ab Werk nicht nur mit sechs oder acht Gigabyte Arbeitsspeicher zu haben ist, sondern alternativ auch mit ganzen 10 GB RAM daherkommen kann, wenn sich der Kunde für die entsprechend ausgerüstete Topversion entscheidet. Der interne Flash-Speicher auf Basis von UFS 2.1 ist entweder 128 oder 256 Gigabyte groß.

Zur weiteren Ausstattung gehören der Qualcomm Snapdragen 845, Bluetooth 5.0 und Gigabit-LTE, sowie Wireless-Charging mit einer auf bis zu 10 Watt gesteigerten Leistung. Außerdem ist das Xiaomi Mi Mix 3 eines der ersten Geräte mit Unterstützung für zwei GPS-Frequenzen, was eine erheblich genauere Ortsbestimmung vor allem in dicht bebauten Umgebungen ermöglichen soll.

Für das erste Quartal 2019 kündigte Xiaomi außerdem eine aktualisierte Version des Mi Mix 3 an, bei der dann 5G-Unterstützung geboten werden soll. Das normale Xiaomi Mi Mix 3 kommt ab Ende November in China auf den Markt und kostet dann umgerechnet knapp 420 Euro, während das Modell mit acht GB RAM für umgerechnet 450 Euro startet und das Gerät mit 256 GB Flash-Speicher knapp 500 Euro kostet. Die Special Edition mit 10 GB RAM kostet umgerechnet 630 Euro.
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