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Thermofracking & Co: Bill Gates investiert eine Milliarde in Green-Tech

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[o1] erso am 22.10. 12:25
+5 -5
In Gebieten, in denen Fracking betrieben wird, kommt statt Trinkwasser entweder vergiftetes Wasser, giftiger Schlamm, ein Gasgemisch oder direkt Feuer aus dem Hahn. Was wird wohl aus dem Wasserhahn kommen, wenn Thermofraking betrieben wird?
[re:1] DON666 am 22.10. 12:30
+3 -1
@erso: "Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gemacht, Verfahren aus dem Fracking von Öl und Gas zur Nutzung von Erdwärme anzuwenden."

Das heißt ja nun nicht unbedingt, dass wir hier einfach von Fracking sprechen, wie es üblerweise jetzt im Gebrauch ist, um noch das letzte Erdöl aus den Tiefen zu quetschen. Mal zum Vergleich: Wir setzen doch auch an allen Ecken und Enden auf Technologien, die irgendwann mal fürs Militär entwickelt wurden. Führen wir deshalb jetzt alle Krieg?

Der Artikel gibt viel zu wenig Infos, um da direkt wieder drauf rumhacken zu können. Außerdem lässt mich der Begriff "Cleantech" zumindest vermuten, dass das Ziel NICHT die weitere Zerstörung unserer Umwelt ist.
[re:1] erso am 22.10. 12:52
+2 -2
@DON666: Was Fracking ist, ist recht gut bekannt. Und wenn von Fracking gesprochen wird, ist auch Fracking gemeint. Cleantech Fracking klingt toll und wird sich spitze verkaufen.

Zu dem Thema und speziell zu Fervo Energy gibt es einiges an Material. Im Kern basiert es (meiner Meinung nach) auf: https://energy.mit.edu/wp-content/uploads/2006/11/MITEI-The-Future-of-Geothermal-Energy.pdf
[re:2] Edelasos am 22.10. 13:03
+3 -1
@DON666: Wenn es nicht Fracking ist, wieso nennt man es dann so?
[re:1] DON666 am 22.10. 13:05
+2 -1
@Edelasos: "Verfahren aus..." bedeutet nicht zwangsläufig, dass das komplette Verfahren an sich gemeint ist. "Verfahren aus der Raumfahrt" heißt ja nun auch nicht, dass man direkt eine Rakete ins All schießt, oder?
[re:1] Edelasos am 22.10. 13:09
+3 -2
@DON666:
Aber gem. Ihrer eigenen Homepage wollen Sie eigentlich das selbe machen wie beim Fracking. Das merkt auch Heise.de an.

"Enhanced Geothermal Systems sind allerdings nicht ohne Sicherheitsrisiko. Kritiker fürchten, dass die Technik zur Verschmutzung von Trinkwasserquellen führen könnte - oder gar zur Auslösung von Erbeben. Diese Bedenken kennt man bereits vom Fracking-Thema und dem Problem der dabei anfallenden Abwässer.

Beispiele für solche Probleme gibt es bereits. In Basel wurde ein Geopower-Projekt eingestellt, weil es eine Reihe von Beben gab. AltaRock Energy stellte ein Demonstrationsprojekt im Bereich The Geysers 2009 wieder ein, weil es technische Probleme gab - und die Angst vor seismischen Gefahren."
[re:2] DON666 am 22.10. 13:15
+3 -2
@Edelasos: Okay, da ich diese weiterführenden Quellen dummerweise nicht gelesen habe, gebe ich klein bei.
[re:3] PiaggioX8 am 22.10. 13:23
+3 -
@Edelasos: Beim allgemeinen Fracking werden Chemikalien in die Erde eingebracht. Und das verbrauchte Wasser wird eingepumpt um einen Druckausgleich für das entnommenen ÖL/Gas zu erreichen.
Funktinoiert aber wohl nicht so richtig (zumindest oft nicht).
Bei Geothermie wird heisses Wasser hochgepumot (oder kommt von alleine), wird in die Haushalte geleitet (Fernwärme) oder damit Strom erzeugt (Dampf treibt Turbinen an). Der abgekühlte Dampf (Wasser) wird wieder in die Entnahmestelle gepumpt.
Theoretisch also ein geschlossener Kreislauf. Praktisch...... weiss man nicht so genau.
Wird jedenfalls schneller und mehr entnommen, aks zurückgeführt wird, kann es zu Erdbeben kommen oder sich ganze Landstriche absenken.
Bisher hat sich aber immer gezeigt, dass Eingriffe in die Natur im grossen Stil immer auf die Füsse gefallen sind.
Einfach weil wirtschaftliche Gier über Langzeitfolgen siegen.
[re:2] PiaggioX8 am 22.10. 13:14
+3 -1
@erso: Da kommt nur Wasser raus. Problem ist eher, wird das im weltweiten Massstab in Massen betrieben, hat das definitiv Auswirkungen auf die Geothermik.
Am "unschädlichsten" ist Geothermik dort, wo bereits heisses Wasser austritt.
Dort wo man ziemlich tief bohren muss, wird das abgekühlte Wasser wieder in das Erdeich gepumpt.
Anscheinend hat man aber (bewusst) vergessen, das bereits beim Gas- und Ölfracking erhebliche Probleme auftreten. Irgendwie funktioniert das mit dem Rückpumpen nicht richtig. Gerade in den USA gibt es etliche Regionen die durch das Fracking nun Erdbeben haben.
In Deutschland und der SChweiz übrigens auch schon heftig passiert und passiert immer noch.

So nebenbei: Bei der Geothermik wird das Wasser nur zum heizen benötigt; nicht zum trinken. Ist eigentlich also ein geschlossener Kreislauf.
Und: so ziemlich alle Geothermalkraftwerke werden/wurden in tektonisch instabilen Gebieten gebaut. Ist auch naheliegend, da die Heisswasserblasen und Quellen dort nun mal am meisten vorkommen (siehe Island).
[re:3] Nunk-Junge am 22.10. 14:18
+1 -
@erso: Horrostories und dabei detaillierte Hintergründe zu verschwiegen ist nichts als Panikmache. In Deutschland, z.B. in Niedersachsen, wird seit Jahrzehnten Fracking betrieben ohne solche Effekte. Du soltest zumindest die verschiedenen Arten von Fracking unterscheiden.
[re:1] erso am 22.10. 14:31
+2 -1
@Nunk-Junge: Ja. Immer diese Leute mit ihren Horrorstories. Diese uninformierten Leute aber auch.
Ein Glück bist du bestens im Bilde und hast garkein Problem damit, wenn Fracking direkt dort betrieben wird, wo du wohnst. Völlig ungefährlich! Dieser tolle Teich, der extra dort angelegt wurde ist bestimmt super um deine Kinder darin baden zu lassen.

Näheres findest du in der Rechtänderung des WHG vom 11. Februar 2017 sowie der Auflistung wo und warum in Deutschland Fracking verboten ist bzw. unter welchen Auflagen Fracking erlaubt ist. Irgendwie seltsam, dass die Grundstückspreise neben Frackinganlagen so günstig sind?
[re:2] PiaggioX8 am 22.10. 14:40
+2 -
@Nunk-Junge: Es kommt darauf an, in welchen Dimensionen das gemacht wird.
Ist das Gestein kalkhaltig, kommt es zu sogenannten Sinklöchern (siehe Yukatan, Florida, und Sachsen).
Da verschwinden dann ganze Häuser und Strassenzüge im Untergrund.
In Europa liegt es in erster Linie am Bergbau. Die Stollen werden vom Grundwasser ausgespült und brechen zusammen. Logischerweise kommt das Gestein darüber auch hinterher.
Und dfass Energieerzeuger nie die ganze Wahrheit sagen, ist auch bekannt. Siehe Ölindustrie, Atomkraft, erneuerbare Energien etc.
Da zählt in erster Linie Geld und nicht Ökologie. Wäre es anders, sähe unsere Welt komplett besser aus. Solange fossile Energieträger noch zu Geld gemacht werden kann, wird sich daran auch nichts ändern.
Das Volk ist einfach zu faul, bequem und auch zu blöde.
Deswegen hat es auch nichts zu sagen.
[re:1] Nunk-Junge am 22.10. 15:08
+2 -
@PiaggioX8: Ich wollte auch nicht sagen, dass ich für Fracking bin. Aber die Horrostories von erso machen so einfach keinen Sinn. In Deutschland wird seit über 50 Jahren Fracking betrieben und die meisten wissen nicht einmal wo. Fracking kann mit unterschiedlichen Methoden, unterschiedlichen Mitteln, in unterschiedlichen Gesteinsformationen und zu unterschiedlichem Zweck durchgeführt werden. Populistische Pauschalaussagen wie 'Feuer aus dem Wasserhahn' sind da ohne Aussagekraft und reine Stimmungsmache (zumal das Trinkwassernetz normalerweise ein geschlossenes System ist). In Deutschland machen wir zwar Fracking, aber was wirklich bedrohlich ist, sind andere Sachen wie Bergbau. Das Ruhrgebiet ist im Schnitt 20 Meter abgesackt durch den Bergbau. Und für den Bergbau gilt vieles was man auch bei Fracking als Gefahr sieht (Chemiekalien, Gas, ...). Trotzdem schreibt erso seine Horrorszenarien nur gegen Fracking.
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