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Auf iTunes sind Filme "verschwunden", Schuld liegt aber nicht bei Apple

Von Witold Pryjda am 14.09.2018 13:13 Uhr
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In den vergangenen Stunden mussten einige Nutzer des iTunes Strores ein nicht alltägliches Phänomen erleben: Denn in der Bibliothek, in der gekaufte Filme und Serien angezeigt werden, fehlten plötzlich einige Titel, bei einigen wurde die Auflösung geändert. Eine Warnung oder Rückerstattung gab es dafür nicht.

Wer online einen Film kauft, der besitzt ihn nicht wirklich. Das ist eine eigentlich alte Erkenntnis. Um es vorwegzunehmen: Was Apple gemacht hat oder besser gesagt machen musste, ist rechtens. Denn wer bei iTunes und Co. einen Inhalt kauft, der erwirbt lediglich die temporären Nutzungsrechte dafür. Wenn ein Unternehmen, im aktuellen Fall Apple, die Vertriebsrechte dafür verliert, dann sind die Filme oder Serien beim Nutzer futsch.

Im aktuellen Fall fiel das zuerst einem Reporter von Forbes auf, betroffen sind hier vor allem kanadische Nutzer. Apple hat den Betroffenen mitgeteilt, dass iTunes lediglich eine "Ladenfront" ist und nichts für die Entscheidungen der Filmstudios könne. Wenn sich diese entscheiden, dass sie einen Titel nicht länger über iTunes anbieten können, dann könne man auch nichts machen, so der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino.

Nutzungsbedingungen sind eindeutig

In den Bedingungen der Apple Media Services ist das allerdings eindeutig festgesetzt: Dort heißt es beim Punkt "Erneute Downloads": "Inhalte stehen ggf. nicht für erneute Downloads zur Verfügung, wenn sie nicht mehr über unsere Dienste angeboten werden."

Für Kritik sorgte aber auch die zögerliche und für viele nicht weit genug gehende Reaktion von Apple: Denn das Unternehmen hat als Entschädigung (erst nach Beschwerde) den Kunden zwei Leihfilme als Wiedergutmachung angeboten - zu wenig, meinten viele.

Es ist nicht das erste Mal, dass aus der Ferne Inhalte entfernt werden. Den wohl "spektakulärsten" Fall gab es 2009: Denn damals musste Amazon zwei Bücher aus den Kindle-Bibliotheken entfernen und das waren ausgerechnet die George-Orwell-Klassiker "Animal Farm" und vor allem die Überwachungsdystopie "1984".

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