Apple iPhone Xs & Xr im Benchmark: Minimaler Performance-Zuwachs?

Von Roland Quandt am 14.09.2018 06:04 Uhr
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Als Apple gestern den neuen A12 Bionic Prozessor in seinen jüngsten iPhone-Modellen präsentierte, legte das Unternehmen großen Wert darauf, die Zusatz-Features des Hexacore-SoCs hervorzuheben. Jetzt ist der Apple A12 in ersten Benchmark-Listings aufgetaucht, die zeigen, dass der Chip im Vergleich zum Vorgänger vor allem von einer gestiegenen Leistung einzelner Kerne profitiert, insgesamt aber ähnlich viel Leistung bietet wie der Vorgänger A11.

Die Kollegen von LetsGoDigital stöberten die neuen iPhones (Werte für iPhone Xr, iPhone Xs) in der Datenbank von Geekbench auf, nachdem gestern wohl auf dem Launch-Event von einigen Teilnehmern Benchmarks durchgeführt wurden. Tatsächlich zeigen die Resultate, dass der neue Apple A12 Bionic mit einer höheren maximalen Taktrate von bis zu 2,49 Gigahertz arbeiten kann, während der Vorgänger bei Geekbench mit maximal 2,39 GHz verzeichnet wird.

Apple stellt das iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone Xr vor
Der Unterschied bei der Plattform besteht zwischen dem iPhone Xr und dem iPhone Xs bzw. Xs Max wohl vor allem im Arbeitsspeicher. Dieser ist beim erstgenannten Modell "nur" drei Gigabyte groß, während die neuen Spitzenmodelle mit vier GB daherkommen. Im Benchmark macht sich dies anscheinend möglicherweise in einem etwas geringeren Multicore-Testergebnis bemerkbar.

Apple iPhone XR

Konkret kommt das iPhone Xr, das bei Geekbench als "iPhone11,8" identifiziert wird, auf 4754 Punkte im Single-Core-Test, während das iPhone Xs Max im gleichen Test auf 4813 Punkte kam - insgesamt liefern beide Modelle also sehr ähnliche Resultate, wenn die Leistung eines einzelnen High-End-Rechenkerns als Grundlage dient.

Apple iPhone XS

Vergleicht man die Werte der neuen Modelle mit den höchsten Scores, die ein iPhone X mit dem Apple A11 lieferte, wird der Unterschied vor allem im Single-Core-Test deutlich, kam der Voränger doch auf "nur" rund 4000 Geekbench-Punkte. Das Leistungs-Plus entspricht somit zumindest beim Test eines einzelnen Kerns ungefähr dem, was Apple beim Launch versprach. Es geht gut 15 Prozent aufwärts.

Beim Multi-Core-Test sind die ersten Benchmarks der neuen iPhone-Modelle nicht ganz eindeutig. So wurde das Xr mit 9367 Punkten gemessen, während das Xs Max auf immerhin 10266 Gummipunkte kam. Der von den Kollegen gemessene Wert eines iPhone X lag mit 10375 Punkten sogar noch etwas über dem Maximalwert des iPhone Xs Max - möglicherweise stehen also noch Software-Optimierungen aus oder es bleibt schlichtweg doch alles beim Alten. Die Benchmarks liefern zumindest anscheinend noch keine belastbaren Daten.
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