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Es geht doch: Telekom startet Glasfaser-Ausbau zu 19.000 Firmen

Von Christian Kahle am 10.09.2018 14:08 Uhr
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Wenn die Deutsche Telekom gewillt ist, Glasfaser-Anbindungen bereitzustellen, schafft sie das durchaus auch. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen in den kommenden Monaten deutliche Fortschritte beim Ausbau erzielt werden - was allerdings lediglich Unternehmen zugute kommen wird.

In diesem Jahr werden demnach hundert Gewerbegebiete besser an den Telekom-Backbone angebunden, hieß es. Weiterhin startet für 103 Gewerbegebiete die Vorvermarktung. In diesen erfolgt der konkrete Ausbau dann im Laufe des Jahres 2019. Angeboten werden dabei unterschiedliche Tarife. Kunden können hier die bekannten asymmetrischen Anbindungen mit 100 Megabit pro Sekunde im Download bekommen - aber auch einen symmetrischen Gigabit-Anschluss.

Durch die jüngste Welle sollen bis zu 19.000 Unternehmen in die Lage versetzt werden, eine Internet-Anbindung bei der Telekom zu buchen, die ihren Ansprüchen im Zeitalter einer digitalisierten Wirtschaftswelt entspricht. Der mangelnde Breitband-Ausbau - vor allem mit zukunftsfähigen Glasfaser-Verbindungen - wird immer wieder als wichtiger Standort-Nachteil im internationalen Wettbewerb beschrieben.

Schnelle Verlegung per Trenching

Die Telekom wird für das aktuelle Projekt fast 800 Kilometer Glasfaser verlegen, hieß es. Dabei setzt man auf das so genannte Trenching-Verfahren. Bei diesem ist es nicht notwendig, umfangreiche Erdbau-Arbeiten durchzuführen. Stattdessen wird mit einer Fräse ein nur wenige Zentimeter breiter Spalt geöffnet, in den das Kabel platziert werden kann. Dies beschleunigt den Netzausbau auf der geplanten Gesamtstrecke erheblich.

Die Länge der Verbindungen klingt relativ gering. Das liegt daran, dass es gar nicht notwendig ist, überall lange Wege zu überbrücken. Denn in den Verteilerkästen vor Ort liegt meist längst eine Glasfaser-Anbindung vor, die nur noch über die so genannte letzte Meile - was oft nur einige zehn oder hundert Meter sind - verlängert werden muss.

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