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Whatsapp-Entwickler klärt: Backup auf Google Drive nicht verschlüsselt

Von John Woll am 03.09.2018 16:29 Uhr
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Unter Android stellt Whatsapp eine Backup-Möglichkeit mit Googles Cloud-Speicher Drive zur Verfügung. Wie die Entwickler jetzt bestätigen, sind diese Inhalte nach dem Upload aber nicht mehr durch Ende-zu-Ende-Verschlüssel­ung geschützt. Nutzer, die Zugriffsmöglichkeiten ausschließen wollen, sollten das Backup daher nicht nutzen.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gilt nicht für Backups auf Google Drive

Schon seit einer ganzen Weile wirbt Whatsapp sehr aktiv mit seiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die dafür sorgen soll, dass nicht einmal der Konzern Zugriff auf die Inhalte der Nutzer erhält. Eine Funktion, die von vielen Usern dabei genutzt wird, sorgt aber dafür, dass diese umfassende Verschlüsselung mehr oder weniger ihren Wert verliert: Wie die Economic Times berichtet, hat der Konzern klargestellt, dass Daten, die auf Google Drive gespeichert werden, nicht verschlüsselt sind.

Jeder Zweite telefoniert per WhatsApp und Co.

Demnach stellt das Unternehmen den Umstand in einem Blogpost-Update zu Google Drive noch einmal deutlich klar: "Backups von Medien und Nachrichten auf Google Drive sind nicht durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Whatsapp geschützt", so die Entwickler. Die Klarstellung folgt einer Ankündigung von Mitte August, dass man mit Google eine Vereinbarung über die Speicherung der Backup-Daten in dem Cloud-Speicher Drive getroffen hatte - dieser beinhaltet, dass die Backup-Daten nicht auf das Speicherkontingent angerechnet werden.

Sicherheitsforscher sieht es unkritisch

Wie der Sicherheitsforscher Sai Krishna Kothapalli gegenüber der Economic Times betont, sollten die Nutzer auf jeden Fall von der Wahlmöglichkeit Gebrauch machen, die Whatsapp in Sachen Backup lässt. "Sie zwingen einen nicht dazu, ein Backup zu erstellen, es ist ein Feature. Wenn man Google vertraut, kann man es also einschalten", so Kothapalli. Allerdings gilt es laut dem Experten, dabei natürlich immer eines zu beachten: "Wenn Strafbehörden bei Google spezifische Nutzerdaten anfragen, müssen sie Folge leisten."

Zuletzt war Whatsapp in Indien wegen der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit den Behörden in Konflikt geraten. Die Regierung hatte die Entwickler dazu aufgefordert, dass der Ursprung von Falschmeldungen, die über die App verbreitet wurden, besser nachvollziehbar sein müsste. Whatsapp hatte entgegnet, dass eine solche Nachvollziehbarkeit wegen der eingesetzten Technik nicht möglich sei.

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