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YouTube macht nicht überspringbare Werbung zum Standard

Von Nadine Juliana Dressler am 27.08.2018 19:23 Uhr
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"Du kannst die Anzeige in 5 Sekunden überspringen": Das YouTube-Video mit der vorgeschalteten Werbung startet und viele warten sekundenlang nur auf den Moment, in dem der Button, auf "Werbung überspringen" umschaltet. Doch das Überspringen könnte durch Änderungen bei YouTube immer seltener angeboten werden.

Musik und Comedy sind bei Youtube am beliebtesten

Änderungen für Partner

Das berichtet das Online-Magazin Mashable. Google experimentiert demnach nun vermehrt damit, die vorgeschaltete Werbung nicht mehr beenden zu können, um schneller zum eigentlichen Video zu kommen. In einem Video des Creator Insider-Kanals kündigt Google diese Änderung an, mit der für die Partner künftig mehr Werbeeinnahmen fließen sollen. Neu ist, dass Google allen YouTube-Partnern die Möglichkeit geben will, die "Anzeige überspringen"-Funktion nicht zu nutzen, das heißt, dass sich die Partner gezielt für die nicht-überspringbare Anzeige-Vorschaltung entscheiden können. Bisher waren die nicht überspringbaren Werbeblöcke nur für ausgewählte Partner verfügbar.

Nicht überspringbare Werbung darf jetzt bis zu 20 Sekunden laufen

Die Werbe-Einblendungen für dieses Format dürfen nach einer kürzlichen Änderung nun zudem bis zu 20 Sekunden lang sein.

Laut der Ankündigung bezahlen die Werbetreibenden mehr Geld für nicht überspringbare Werbung, was das Modell wiederum für die Partner interessanter macht, denn sie verdienen mehr Geld, wenn sie diese Art von Werbung vorweg schalten.

Streitbares Feature

Google macht aber nicht nur durch mehr Geld den Weg frei für mehr Werbung: Laut dem Bericht von Mashable sind die nicht zu überspringenden Anzeigen als bevorzugtes Anzeigenformat eingestuft. Es erfolgt eine Umstellung aller Kanäle. Ältere Inhalte bekommen das streitbare Feature damit nun also auch. Zudem heißt es, dass Partner, die bei den 5-Sekunden-Ads bleiben wollen, womöglich selbst Maßnahmen ergreifen und die Standardeinstellungen oder die Videoanzeigeneinstellungen in großen Mengen selbst ändern müssen.

Für Nutzer heißt das im Umkehrschluss, dass man nun durch die Änderung der Freigabe viel häufiger die nicht überspringbare Werbung zu Gesicht bekommen wird. Ob YouTube damit auch seine Premium-Abonnements fördern wird, bleibt abzuwarten.

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