Jetzt auch mobil Kommentieren!

Elon Musk-Flammenwerfer bringt britischem YouTuber Polizeibesuch ein

Von Witold Pryjda am 17.08.2018 11:20 Uhr
26 Kommentare
Elon Musks Unternehmen The Boring Company soll eigentlich Tunnel graben, damit will man alle nur erdenklichen Verkehrsprobleme dieser Tage lösen. Doch aus irgendeinem PR-Grund dachte das Unternehmen, dass man einen (Nicht-)Flammenwerfer verkaufen müsse. Einem britischen YouTuber brachte das Polizeibesuch ins Haus.

Was Elon Musk und The Boring Company auf die Idee gebracht hat, einen Flammenwerfer (genau genommen heißt er "Not A Flamethrower") zu verkaufen, wird wohl nie endgültig geklärt werden. Ob es eine gute Idee war, wird sich erst zeigen, denn vielleicht wird sich niemals jemand damit verbrennen oder einem anderen Schaden zufügen, vielleicht wird aber irgendwann einmal ein Flammenwerfer-"Unfall" in den Schlagzeilen landen.

Rechtlich ist die Sache in den USA recht eindeutig, denn lediglich in zwei Bundesstaaten (Kalifornien und Maryland) ist der Verkauf eingeschränkt bzw. an Auflagen geknüpft gestattet. In Europa ist man gegenüber privaten Waffen natürlich deutlich skeptischer eingestellt. Das musste nun auch der britische YouTuber Tom "ProSyndicate" Cassell erfahren.



Dieser hatte sich ein Exemplar des "Not A Flamethrower" aus den USA bestellt, um diesen in Videos ausprobieren zu können. Eines der Videos hat auch die Polizei seiner Heimatstadt Manchester zu Gesicht bekommen. Darauf hat er laut einem Bericht von Kotaku mehrfach Besuch von den Ordnungshütern bekommen (beim ersten war er verreist).

Eine Waffe?

Die Polizisten forderten Cassell auf, den Flammenwerfer auszuhändigen, was der YouTuber aber verweigerte, weil er sich diesbezüglich rechtlich informieren wollte. Ein Haftbefehl lag nicht vor und die Polizei hat mitgeteilt, dass man die Angelegenheit auf der "niedrigsten Stufe" lösen will. Das ist auch der Grund, warum man sich einverstanden erklärt hat, auf Cassels (selbst verreisten) Rechtsbeistand zu warten.

Derzeit ist der Flammenwerfer versiegelt und nicht funktionstüchtig, so Cassell, er erwägt auch, ihn dauerhaft zu entschärfen. Trennen will er sich von dem "Sammlerstück", das für die Polizei aber eine potenzielle Waffe ist, aber nicht.
whatsapp
Jede Woche neu: Top-News per E-Mail
26 Kommentare lesen & antworten
Verwandte Themen
Elon Musk
Hoch © 2000 - 2019 WinFuture Impressum Datenschutz