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United Internet: Telefónica-Argumente grenzen an "alternative Fakten"

Von Witold Pryjda am 14.08.2018 15:35 Uhr
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Gestern hat Markus Haas, Deutschlandchef des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica und somit des Mobilfunkproviders O2, Unternehmen wie United Internet scharf kritisiert. Laut Haas würden Anbieter wie 1&1 nicht dazu beitragen das Netz zu verbessern. United-Internet-Gründer Ralph Dommermuth hat nun auf die Kritik reagiert.

Keine eigenen Netze, aber Mobilfunk anbieten: So kann man im Wesentlichen die jüngste Kritik von Telefónica Deutschland-Chef Markus Haas in Richtung United Internet (1&1) und Co. zusammenfassen. Haas teilte auch in Richtung der Politik aus und meinte, dass die Regierung bei der Frequenzverteilung zahlreiche Fehler gemacht habe.

Ralph Dommermuth, Gründer von United Internet, hat nun im Handelsblatt auf die Angriffe des Konkurrenten reagiert. Bei der Vergabe der 5G-Frequenzen will Dommermuth mitbieten, Ziel ist es, ein eigenes viertes Netz aufzubauen. Doch das passt der Konkurrenz auch nicht, weshalb sich auch der United Internet-Gründer wundert.

Grenzt an "alternative Fakten"

"Die Netzanbieter operieren mit Nebelkerzen. Es grenzt schon an alternative Fakten, wenn der Telefónica-Deutschland-Chef behauptet, es gäbe einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der MVNOs (Mobile Virtual Network Operators) und den schwachen Mobilfunknetzen", sagte Dommermuth.

Der Telekommunikationsmanager und -investor weiter: "Ich kann keine Logik hinter dem Argument erkennen, dass ein zusätzlicher Netzanbieter Investitionen hemmt. Das würde ja im Endeffekt bedeuten, dass ein einziger Anbieter die optimale Lösung wäre." Dommermuth kündigte "massive Investitionen" an, zumindest wenn er sich weiter in die Netze der anderen einmieten darf.

Allerdings will auch Dommermuth nicht päpstlicher als der Papst sein und auch nur in die Regionen investieren, wo es sich lohnt. Funklöcher will er von sich aus keine schließen, das sollten am besten Kooperationen mit Kommunen übernehmen.

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