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Nach Schnüffel-Streit um CCleaner: Avast zieht Update offiziell zurück

Von Nadine Juliana Dressler am 04.08.2018 15:13 Uhr
30 Kommentare
Der Ärger um das System-Tool CCleaner hat eine überraschende Wende genommen. Avast, das Unternehmen, das mittlerweile hinter CCleaner steht, hat die neue Version der Software zurückgezogen und verspricht ein Update, an dem die Community nichts weiter aussetzen könne.

Begonnen hatte der Ärger um die neue CCleaner-Version 5.45 durch Installationswarnungen diverser Anbieter. Auch WinFuture hatte die aktualisierte Version nicht weiter zum Download angeboten, sondern nur die Vorgängerversion. Hintergrund sind Änderungen an der aktiven Überwachung des Programms. Nutzer konnte sie nicht mehr deaktivieren, zudem fehlten in der kostenlosen Version der Software plötzlich die Privatsphäreneinstellungen. Das Feedback der Nutzer war entsprechend schlecht, man kritisierte Avast als Neu-Eigentümer von CCleaner für die vielen Änderungen, durch die sich eine große Zahl der Nutzer als ausgeschnüffelt und gläsern betrachtete.

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Änderungen wurden gerechtfertigt, aber zurückgezogen

Avast hat nun aber reagiert und sich für die Änderungen entschuldigt - aber nicht, ohne die Änderungen zu rechtfertigen. Zunächst hat das Unternehmen die letzte Version 5.45 zurückgezogen und will nun schon in der kommenden Woche ein überarbeitetes Update herausbringen.

Avast schreibt folgendes über die geplante Änderungen:


Im Forum des Anbieters wird auch noch einmal erklärt, wie es zu den Änderungen kommen konnte, die CCleaner sicherlich viele verlorene Nutzer eingebracht hat. Zudem stellt man klar, das CCleaner keine persönlichen Daten sammelt. Da einige Nutzer aber als Feedback auch erklärt haben, dass sie nicht einmal anonymisierte Nutzungsdaten weitergeben wollen, will Avast das nun wieder geraderücken. Es soll wieder eine bessere Kontrolle über die anonyme Datenerfassung geben.

Was analysiert wird

Man habe in CCleaner v5.45 die bestehende Analysefunktionen erweitert, um einen besseren Einblick in die Interaktion der Benutzer mit der Software zu erhalten. Diese Daten seien laut Avast völlig anonym. Man könne aber durch das Sammeln dieser Daten schnell Fehler erkennen, Schwachpunkte im UI-Design identifizieren und auch verstehen, auf welche Funktionsbereiche man weitere Arbeitszeit konzentrieren sollte.

"Die meisten modernen Softwareunternehmen sammeln anonyme Nutzungsdaten, da sie bei der Priorisierung von Fehlerbehebungen und zukünftigen Verbesserungen im Produkterlebnis sehr hilfreich sind. Zum Beispiel können wir sehen, dass viele unserer Benutzer auf die Professional Edition umgestiegen sind, aber nie die "planmäßige Reinigung" eingeschaltet haben, was einer der Hauptvorteile des kostenpflichtigen Produkts ist. Aus diesem Grund wissen wir, dass wir härter arbeiten müssen, um diese kostenpflichtige Funktion in der CCleaner-Benutzeroberfläche besser sichtbar zu machen. Zurück zu v5.45, und zu dem, was wir gelernt haben: Die Kombination der neuen Analytik mit der Active-Monitoring-Funktion war schnell implementiert, bietet aber nicht viel Flexibilität in Bezug auf die separate Steuerung dieser einzelnen Elemente. Lektion gelernt: Das Einfachste ist nicht immer das Beste."

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