Google vermeldet Durchbruch bei Qualität von Grammatik-Prüfung

Von Christian Kahle am 25.07.2018 10:15 Uhr
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Bei Google will man jetzt auch eine Grammatik-Prüfung in einer Qualität anbieten können, die eine Integration in das Google Docs-Paket lohnend macht. Das Unternehmen greift dafür auf Technologien zurück, mit denen bereits die automatischen Übersetzungen deutlich verbessert werden könnten.

Die Entwicklung einer reinen Rechtschreib-Prüfung ist vergleichsweise trivial - immerhin müssen hier nur die vom Nutzer geschriebenen Wörter mit einem Wörterbuch abgeglichen werden. Deutlich schwieriger ist es hingegen, auch grammatikalische Fehler zu finden. Microsoft bietet ein solches Feature in seinem Office-Paket zwar schon lange an, doch ist dessen Funktionalität letztlich doch auch recht begrenzt.

Google will hinsichtlich dessen nun aber entscheidende Fortschritte erzielt haben. So soll die Prüfung nun nicht nur einen zweifelhaften Satzbau, falsch gesetzte Kommata und doppelte Wörter anzeigen. Der Algorithmus erkennt auch falsche Zeitformen und Wörter, bei denen ein Schreibfehler zwar hinsichtlich der formalen Rechtschreibung durchgeht, durch den aber ein Wort mit anderer Bedeutung entstanden ist (wie beispielsweise bei Affekt vs. Effekt).


Übersetzen in richtige Sprache

Hinter dem neuen Feature, das nun in das Office-Paket von Google integriert wird, steckt natürlich ein KI-System. Und zwar jenes, das Google auch schon seit einiger Zeit im Translator zum Einsatz bringt. Doch hier übersetzt die Software einen Text nicht in eine andere Sprache, sondern in einen Satz, der den grammatikalischen Regeln einer Sprache entspricht.

Bei der Einführung der neuen Funktion ist Google aber vorsichtig. Erst einmal wird es sie nur im englischsprachigen Bereich geben - und auch hier erst einmal nur für die relativ kleine Gruppe der Business-Nutzer. Nach und nach erfolgt dann aber eine Ausweitung auf alle anderen Anwender, die mit Google Docs arbeiten. Wann das Feature aber auch bei uns und für Privatanwender nutzbar sein wird, ist noch völlig unklar.

Siehe auch: Microsoft Word bekommt Grammatikkorrektur mit Künstlicher Intelligenz
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