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Microsoft: Wilde Spekulationen über Windows 10-Nachfolger

Von Christian Kahle am 12.07.2018 08:01 Uhr
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Windows 10 soll die letzte Version des Redmonder Betriebssystems sein - so hat man es seitens Microsofts zumindest verkündet und damit in erster Linie das veränderte Release-Konzept umschrieben. Doch nun kochen Spekulationen über einen möglichen Nachfolger hoch - die allerdings auf sehr vagen Mutmaßungen basieren.

Auslöser der Aufregung ist eine aktuelle Pressemitteilung der Firma Synaptics, die die meisten Nutzer als Zulieferer von Trackpads und Fingerabdruck-Sensoren kennen. Das Unternehmen teilte nun mit, dass man gemeinsam mit dem Chipdesigner AMD an biometrischen Systemen arbeite, die den Ansprüchen von Großunternehmen genügen und als Sicherheitslösungen für ein "Next-Generation Microsoft Operating System" dienen sollen.

In diese Bemerkung wird nun recht viel hineininterpretiert - bis dahin, dass hier nun vermeintlich ein Zulieferer wie Synaptics verraten hat, dass Microsoft insgeheim dann doch an einem neuen Betriebssystem arbeitet, das Windows 10 irgendwann ablösen soll. Als Indiz dafür wird auch die Tatsache herangezogen, dass in der ganzen Mitteilung der Name Windows 10 überhaupt nicht fällt.

Allerdings muss man bei genauerer Betrachtung dann doch anmerken, dass hier vor allem der Wunsch nach einer aufregenden Geschichte der Vater des Gedanken sein dürfte. Denn Pressemitteilungen werden in aller Regel von Menschen verfasst, die für das Verfassen von Marketing-, also Werbe-Texten ausgebildet sind. Und da werden oft genug auch relativ unbedeutende zu bahnbrechenden Innovationen aufgeblasen.

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Bloß nicht über-interpretieren

Entsprechend kann man die Mitteilung Synaptics' auch so lesen, dass die beiden Partner an Systemen für Rechner mit kommenden Windows 10-Versionen arbeiten. Denn nach allem, was man bisher über die Planungen in Redmond weiß, wird der aktuelle Name wohl noch über mehrere Jahre hinweg allen halbjährlichen Major-Updates vorangestellt sein.

Weiterhin spricht dafür, dass explizit AMD Ryzen Mobile-Prozessoren als technische Basis für die Entwicklungsarbeit angeführt werden. Es ist nicht unbedingt anzunehmen, dass diese Bezeichnung so in fünf bis sieben Jahren noch Bestand haben wird - was dann wohl als frühester Zeitpunkt für einen Abschied von Windows 10 angenommen werden könnte.

Und auch wenn es natürlich spannend wäre, einen ersten Blick auf ein hochgeheimes Microsoft-Entwicklungsprojekt zu bekommen - es geht bei nüchterner Betrachtung wohl doch nur um die Hardware-Komponenten für die Biometrie-Verfahren, die von den nächsten Redstone-Updates mitgebracht werden. Und auch wenn diese nicht mehr der jeweils große Wurf sind, wie es bei den früheren Neuveröffentlichungen alle paar Jahre der Fall war, gibt es doch immer noch halbjährlich deutliche Weiterentwicklungen zu entdecken. Über die neuesten Entwicklungen werdet ihr natürlich bei uns stets aktuell informiert.

Siehe auch: "Windows 10 ist die letzte Version von Windows", sagt Microsoft.

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