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Media Markt verliert vor Gericht: "Bald verfügbar" reicht nicht als Termin

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[o1] PatrickH am 09.07. 14:49
Seh ich das richtig das somit alle Vorbestellungen bei egal welchem Händler nun illegal werden? Was wenn die ein Datum nenen und sich der Termin dann trozdem verzögert wegen dem Proudzenten und der Händler garnicht liefern kann, macht er sich dann Strafbar? Ich sehe das Urteil ziemlich Kritisch ehrlich gesagt.
[re:1] snaky2k8 am 09.07. 14:51
+15 -
@PatrickH: Es geht darum, dass bei einem Kauf ein ungefährer Zeitraum angegeben werden soll und das ist auch richtig so.
[re:2] DailyLama am 09.07. 14:58
+12 -
@PatrickH: Der Händler macht sich nicht strafbar, wenn sein Lieferant nicht liefern kann, aber der Käufer kann vom Vertrag problemlos zurücktreten. Das ist derzeit nicht so, da "bald verfügbar" nicht definiert ist.

Das ganze ist reiner Käuferschutz und hat keinen Nachteil für seriöse Händler. Es werden damit nur Lockangebote untersagt, die mit "bald verfügbar" werben, aber in Wahrheit oft gar nicht existieren.

Hab zb auf Amazon so einen Fall: ich warte seit 6 Monaten auf 6 Kännchen Kondensmilch, die zum halben Preis vergleichbarer Kondensmilch angeboten wurde. Dadurch habe ich eine zeitlang keine andere Kondensmilch mehr gekauft. Nur kann ich bei Amazon problemlos stornieren, daher kein Problem. Bei anderen Händlern geht das eben (noch) nicht - viele verlangen ja auch Vorkasse (Amazon nicht).
[re:1] PatrickH am 09.07. 15:02
+4 -
@DailyLama: danke für die Ausfürliche Erklärung.
[re:2] Crazylena am 09.07. 15:05
+ -3
@DailyLama:

das urteil besagt aber:
"Wenn Verbraucher eine Ware im Internet bestellen, müssen Anbieter angeben, bis wann die Ware geliefert wird".

und zwar spätestens im bestellprozess vor abschluss des kaufvorganges.

das hat mit bezahlen noch nichts zu tun. denn auch bei MM kann ich auf rechnung ect. kaufen.
[re:1] DailyLama am 10.07. 23:46
+ -1
@Crazylena: ich schreibe in den ersten zwei Absätzen auch nichts von Bezahlung.
[o2] Crazylena am 09.07. 15:01
+ -13
Das Urteil heißt für mich jetzt, ich darf und kann dem Kunden nicht mehr anbieten, ware vorzubestellen zu der ich noch keinen liefertermin habe.

das wird meine kunden aber freuen.
[re:1] bigfraggle am 09.07. 15:15
+13 -
@Crazylena: Natürlich kannst du das. Gib halt einen Termin an, mit dem du als Händler rechnest. Falls du diesen dann später nicht einhalten kannst - kein Problem. Informiere die Vorbesteller und lass sie auf Wunsch von der Bestellung zurücktreten. Das ist für alle fair und wird deine Kunden freuen.
[re:2] ManuelM2 am 09.07. 15:17
+4 -1
@Crazylena: Das geht schon, allerdings muss man dann einen ungefähren Zeitraum nenne. Wenn ein Händler in der Regel innerhalb von 4 - 6 Wochen liefert, schreibt man das halt auf die Webseite.

Es geht auch lediglich um Produkte in Online Shops. Am Telefon oder wo auch immer, kann andere Vereinbarung treffen. Machen wir auch so.

Das ist auch keine Neuigkeit, denn Lieferfristen sind schon seit Jahren eine Pflichtmerkmal im Online Shopping. Es geht hier einzig um die Formulierung, die nicht benutzt werden darf.
[re:3] Alexmitter am 09.07. 15:36
+7 -
@Crazylena: Richtig, denn das geht schon in Richtung betrug da sie so ihr recht auf zurücktreten bei unerfüllten Termin nicht wahrnehmen können.
[re:4] Zukunft.gewinnt.67 am 09.07. 15:36
+7 -1
@Crazylena: Richtig, Luft und Liebe kann man nicht verkaufen und als seriöser Verkäufer sollte man die Dummheit seiner Kunden auch nicht ausnutzen!
Wenn ich etwas verkaufe, die Ware nicht habe und auch sonst keinen Plan habe wann ich die Ware bekomme läuft das unter vorsätzlicher Abzocke oder unter dem Modebegriff "Crowdsourcing".
[re:1] Crazylena am 09.07. 15:40
+ -7
@Zukunft.gewinnt.67: nein, bei uns ist das üblich, da es sich um sonderanfertigungen handelt.

wir sammeln bestellungen und es wird dann die produktlinie produziert.
das dauert mal 6 wochen auch in sonderfällen mal zwei jahre.

unsere kunden wissen das, kaufen trotzdem bei uns.
[re:1] departure am 09.07. 17:24
+4 -
@Crazylena: Hhmmm, dann könntest Du den Kunden bei der Bestellung mitteilen, daß das "bis zu 2 Jahren" dauern kann, wer dann merkt, daß ihm das doch zu lange dauert, kann dann stornieren bzw. den Kauf/die Bestellung erst gar nicht vornehmen.

Um mehr geht es hier nicht.

Jedoch kann "bald verfügbar" ja IRGENDWANN sein, der Kunde könnte durch diese vage Angabe für Ewigkeiten hingehalten werden, ohne daß er eine rechtliche Handhabe hätte, doch vom Kauf zurückzutreten.

Diejenigen Deiner Kunden, die das mit den bis zu 2 Jahren wissen und in Kauf nehmen, weil ihnen die Ware so wichtig ist, haben ja dadurch keinen Nachteil, die warten dann eben im Extremfall 2 Jahre, wenn sie das möchten.
[re:2] sunrunner am 10.07. 08:28
+1 -
@Crazylena: Das klingt aber nicht danach, dass man dann einen "onlineshop" a'la Mediamarkt führt, wo man sich die Produkte einfach aussuchen kann.
Dann würde ich eher auf ein Bestellmodell setzen.
Also dass die Kunden diese Ware bei euch/dir bestellen.
Dann kann man immer sagen, dass die Kunden wissen, worauf sie sich einlassen.
[o3] Edelasos am 09.07. 15:27
+9 -1
"Ihre Ware trifft zwischen dem 01. Januar und 31. Dezember 2018 bei Ihnen ein"

;)
[re:1] Driv3r am 09.07. 15:47
+13 -
@Edelasos: Damit beschränkst du es ja immerhin auf das Jahr. Im vergelcih zur "Bald Verfügbar", welches unendlich sein kann schonmal ein Fortschritt :D
[re:1] weyoun3000 am 10.07. 09:35
+1 -1
@Driv3r: Wie lange "bald verfügbar" sein kann, wissen wir ja spätestens seit Duke Nukem und Star Citizen. :D
[re:1] Peppermint am 10.07. 13:03
+ -
@weyoun3000: ?
[re:1] Peppermint am 10.07. 13:04
+ -
@Peppermint: sollte eigentlichbein smiley werde. Recht hast Du :)
[o4] SimoneChu am 10.07. 14:03
+ -1
Finde ich richtig so. Ich durfte mir letztes Jahr bei ca 20 Verschiedenen Firmen jeweils 4 iPhone X (jede Farbe, jede Variante) per Nachnahme 1x bestellen weil ich eins haben wollte. Die meisten wurden natürlich nicht angenommen
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