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Windows 10: Neues Mail hat mehr zu bieten als hochpolitisierten Button

Von Christian Kahle am 09.07.2018 08:16 Uhr
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Nutzer der Mail-App in Windows 10 bekommen im Herbst einiges geboten. Und das betrifft nicht nur das vermeintliche Zurückrudern Microsofts in Sachen Edge-Zwang. Denn dieser angebliche Sinneswandel seit dem Frühjahr stellt sich am Ende dann doch als sehr viel unspektakulärer dar, als angenommen wurde.

Als im März der Build 17623 im Skip Ahead-Ring des Insider-Programms bereitgestellt wurde, schlugen die Wellen ein wenig hoch: Die Mail-App öffnete hier nun alle Links standardmäßig in dem von Microsoft mitgelieferten Edge und es führte kein Weg in ein Szenario, in dem man das Programm dazu bringen konnte, mit einem anderen Browser zusammenzuarbeiten. Es war da auch nicht hilfreich, dass in den Stellungnahmen einiger Microsoft-Entwickler der Eindruck erweckt wurde, dies wäre sogar ein Feature.

Als das italienische Blog Aggiornamenti Lumia nun einen Screenshot einer noch unveröffentlichten Version mit Wahlmöglichkeit veröffentlichte, gab es ein kollektives Aufatmen. Allerdings gab es schon im März auch Aussagen von Microsoft-Mitarbeitern, nach denen die ausschließliche Zusammenarbeit von Mail mit dem Edge nur den aktuellen Entwicklungsstand widerspiegele - und auch im offiziellen Blog-Post erklärte man es zu einem Test aus guten Gründen, mehr aber eben auch nicht. Während das in der allgemeinen Aufregung aber unterging wird nun klarer: Der fragliche Button war in der frühen Test-Version, die noch vor dem Release des letzten Major Updates bereitgestellt wurde, im Grunde schon angedacht, aber einfach noch nicht eingebaut. Man wollte letztlich schon mal sehen, wie die Reaktionen ausfallen.

Neuester Stand der Mail-App im Juli 2018

Es gibt auffälligere Änderungen

Für die Nutzer von Mail dürfte die jüngste Veröffentlichung aber noch weitergehende interessante Punkte bereithalten: So hat das Entwickler-Team sichtbar am Design geschraubt. Auch in Mail sind nun Andeutungen in Richtung des Fluent Designs zu erkennen, das Microsoft auf der letzten Build präsentierte. Ein konsequenter Umbau in diese Richtung fehlt aber erst einmal. Hier darf man gespannt sein, ob es noch weitergeht oder die Entwickler die eigenen Design-Vorlagen letztlich doch als Kann-Bestimmung ansehen und sie verwenden, wo es vielleicht gerade ein wenig opportun erscheint.

Positive Eindrücke dürfen auch Anwender mitnehmen, die mit mehreren E-Mail-Accounts arbeiten. In der Übersicht auf der Linken Seite bekommen diese nun auch verschiedene Icons zugeordnet, wodurch die Unterscheidung einfacher wird.

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