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Browser: Opera will an die Börse - Gewinn trotz Bedeutungslosigkeit

Von Roland Quandt am 03.07.2018 15:56 Uhr
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Der norwegische Softwarehersteller Opera will in den USA an die Börse gehen. Das Unternehmen, dessen gleichnamiger Browser mittlerweile schon seit Jahren nur noch eine kleine Nebenrolle im Ringen der großen Browser-Anbieter spielt, will dadurch frisches Kapital einsammeln, wohl um auch künftig Browser und andere Apps anzubieten.

Wie TechCrunch aufgrund entsprechender Dokumente, die bei den zuständigen Behörden eingereicht wurden, berichtet, hat Opera einen Börsengang in Form eines "Initial Public Offering" beantragt, um an der New Yorker Börse gelistet zu werden. Das Unternehmen will bei seinem Börsengang Aktien im Wert von rund 115 Millionen Dollar verkaufen und so frisches Kapital erlangen.


Wie üblich könnte sich der Wert, zu dem die neue Opera-Aktie tatsächlich gelistet wird, bis zu diesem Zeitpunkt noch ändern. Bisher wurden lediglich die entsprechenden Anträge gestellt. Opera arbeitet laut seinen Dokumenten seit langem profitabel, wobei das Unternehmen auf eine Reihe verschiedener Einnahmequellen setzt. Vor kurzem hatte man allerdings den Betrieb des für die Nutzer kostenlosen Opera VPN-Diensts eingestellt.

Opera setzte nach eigenen Angaben im letzten Jahr knapp 129 Millionen Dollar um, wobei man einen Gewinn von 6,1 Millionen Dollar erzielte. Die Haupteinnahmequelle sind Verträge mit Suchmaschinenanbietern. So zahlt Google ebenso dafür, seine Suchmaschine als Standard im Opera-Browser festlegen zu lassen, wie der russische Suchmaschinenbetreiber Yandex. Die Verträge mit Google steuerten so auch mehr als 43 Prozent des Umsatzes von Opera bei.

Hinzu kommen Einnahmen aus der Vermarktung von Bookmark-Einträgen in Operas Browsern, wo verschiedene Websites ab Werk als "vorinstallierte" Links eingetragen werden. Opera kann über alle seine Produkte hinweg zuletzt immerhin 182 Millionen Nutzer zählen. Opera gehört inzwischen übrigens einem chinesischen Konsortium, nachdem sich die Firma vor einigen Jahren in den Werbevermarkter Otello und die Softwareschmiede Opera aufgeteilt hatte. Nach Angaben von NetApplications kommt Opera derzeit auf einen Marktanteil von 1,51 Prozent bei Desktop-Browsern, während es auf mobilen Geräten 0,3 Prozent sind.

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