Nintendos US-Chef verteidigt Lootboxen und reagiert auf Kurseinbruch

Von Witold Pryjda am 15.06.2018 11:42 Uhr
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In den vergangenen Monaten hat es eine große Diskussion rund um die so genannten Lootboxen in Spielen gegeben. Bei dieser Art der Belohnung kauft man die sprichwörtliche Katze im Sack. Das ist vor allem dann kritikwürdig, wenn man (nur) auf diese Weise spielentscheidende Gegenstände bekommt. Nun hat sich Reggie Fils-Aimé, Nintendos Nordamerika-Chef in die Diskussion eingemischt.

Die E3 ist offiziell gestern zu Ende gegangen, das bedeutet aber nicht, dass das Thema Gaming von einem Tag auf den anderen erledigt ist. Denn die dort geführten Interviews und gesammelten Informationen werden auch in den nächsten Tagen noch so manchen interessanten Artikel zur Folge haben. Dazu zählt auch das Thema Lootboxen. Denn im Interview mit dem Wirtschaftsportal Bloomberg meinte Reggie Fils-Aimé, der das westliche Aushängeschild des japanischen Videospielkonzerns ist, dass Lootboxen einen schlechteren Ruf haben als sie verdienen.

Alte Spielmechanik

Fils-Aimé gibt natürlich zu, dass andere Entwickler in Bezug auf Bezahl-Inhalte "einige Fehler gemacht" hätten, die Kritik daran sei aber überzogen. "Lootboxen haben, ganz allgemein gesprochen, etwas ungerechtfertigte Kritik abbekommen. Die Spielmechanik, etwas zu kaufen, bei dem man nicht weiß, was sich drin befindet, ist so alt wie Baseball-Karten."

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Das könne für Kunden durchaus interessant und spannend sein, so Fils-Aimé, dürfe aber nicht die einzige Möglichkeit sein, einen bestimmten Gegenstand zu bekommen, betont der Nintendo-Manager. Das ist auch genau der Bereich, wo andere Entwickler Fehler gemacht hätten.

"Haben noch Überraschungen"

Im Interview wurde Reggie Fils-Aimé auch auf den Börsenkurs des Unternehmens angesprochen. Denn viele Anleger waren vom E3-Aufgebot des Unternehmens enttäuscht, worauf die Aktien auf den niedrigsten Wert seit September des Vorjahres absackten. Dazu meinte er, dass Nintendo noch einige Überraschungen in der Hinterhand habe und es auch nicht das erste Mal wäre, dass sich Börsenanalysten in Bezug auf Nintendo irren.
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