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Drittwertvollster Konzern: Microsoft überholt Google-Mutter Alphabet

Von Witold Pryjda am 31.05.2018 09:27 Uhr
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Vor einigen Jahren schien der Trend klar: Google ist die neue Übermacht und der Konzern, dem die Zukunft gehört, Microsoft ist ein schwerfälliger Riese, der seine besten Zeiten hinter sich hat. Inzwischen ist aber klar: Der Redmonder Konzern feiert einen zweiten Frühling.

Wer knackt als Erster die Billion?

Vor zwei Tagen hat Microsoft etwas geschafft, was vor ein paar Jahren die wenigsten für möglich gehalten hätten: Man hat sich wieder in die Top-3 der wertvollsten Unternehmen der Welt zurückgekämpft. Das Erstaunliche dabei: Man konnte die Google-Muttergesellschaft Alphabet überholen. Inzwischen scheint auch klar: Das ist keine kurzfristige Marktfluktuation, sondern dürfte fürs erste auch so bleiben.

Marktwert: 760 Milliarden Dollar

Denn auch am Ende des gestrigen Handelstages lag Microsoft vor Alphabet und das auch noch verhältnismäßig klar. Denn Microsoft schloss bei einem Marktwert von 760 Milliarden Dollar, die Google-Mutter bei "nur" 746 Milliarden Dollar. Damit liegt der Redmonder Konzern an der dritten Position, an der Spitze befindet sich Apple mit einem Marktwert von 922 Milliarden Dollar, dahinter kommt Amazon mit 788 Milliarden Dollar.

Microsofts Aktie hat zuletzt bei 98,95 Dollar geschlossen. Damit hat sich der Wert des Papiers mehr als verdoppelt seit Satya Nadella im Jahr 2014 nach Bill Gates und Steve Ballmer zum dritten Chief Executive Officer in der Geschichte des Unternehmens berufen worden ist.

Und auch wenn das einigen alteneingesessenen Microsoft- und Windows-Anhängern nicht gefällt: Der Erfolg gibt Nadella mehr als nur recht. Denn der CEO hat das Geschäft von Microsoft auf eine wesentlich breitere Basis gestellt, seither konzentriert sich das Unternehmen nicht nur auf klassische Software wie Windows und Office, sondern auch und vor allem die Cloud.

Gegenüber der Washington Post waren Analysten voll des Lobs für die Entscheidungen von Microsoft und Nadella. So ist Microsoft im Cloud-Geschäft eine "starke Nummer 2 hinter Amazon bzw. AWS", sagt Analyst Rishi Jaluria. Jay Vleeschhouwer von Griffin Securities meint, dass die Unternehmenskultur sich gewandelt habe, auch weil Microsoft nun hohe Bereitschaft zu Partnerschaften mit anderen Unternehmen habe.

sentifi.com

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