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Samsung wollte weniger an Apple zahlen - und das ging nach hinten los

Von Christian Kahle am 25.05.2018 11:14 Uhr
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Der Rechtsstreit zwischen Samsung und Apple zieht sich nunmehr seit sieben Jahren hin und für die Südkoreaner wird es einfach nicht besser. Zwar müssen sie nicht so viel zahlen, wie Apple verlangt - aber letztlich dann doch mehr als sie erwarteten. Und das alles, weil das Design der eigenen Geräte sich zu stark am iPhone orientierte.

Der Rechtsstreit zieht sich inzwischen durch diverse Instanzen und beschäftigt entsprechend zahlreiche Gerichte. Dabei geht es immer wieder um einige Patente, in denen sich Apple unter anderem Designs der frühen iPhones festschreiben ließ. Dass Samsung mit seinen sehr ähnlichen Modellen gegen Rechte der Kalifornier verstoßen hat, wird dabei gemeinhin von allen Richtern anerkannt. In den Verhandlungen drehen sich die Streitigkeiten daher vor allem um die Höhe des Schadensersatzes, den die Südkoreaner an Apple zu zahlen haben.

Der iPhone-Hersteller forderte hier immerhin eine Milliarde Dollar. Das jüngste Urteil des US-Bezirksgerichtes in San Jose verdonnert Samsung hingegen zu einer Überweisung von 539 Millionen Dollar, wie Cnet berichtet. Der überwiegende Teil von 533 Millionen Dollar entfällt dabei auf drei der fünf Patente, die in der Klageschrift aufgeführt werden. Der übrige, kleine Betrag wurde für die anderen beiden Schutzschriften festgesetzt, die sich um wichtige technische Belange drehen.

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Es ist noch lange nicht zu Ende

Für Samsung ist die Sache damit erst einmal ziemlich blöd gelaufen. Zuvor war das Unternehmen bereits zu einer Summe von 399 Millionen Dollar verurteilt worden. Mit dem neuen Verfahren sollte dieser Betrag, den man als deutlich zu hoch ansah, eigentlich angefochten werden. Das ging offensichtlich nach hinten los.

Insofern kann Apple hier als Sieger bezeichnet werden - auch wenn das Urteil gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der eigentlichen Forderung abdeckt. Zumal in der ganzen Auseinandersetzung ohnehin noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Denn Teilaspekte des Verfahrens sind sogar schon beim Obersten Gerichtshof angekommen und es werden wohl ohnehin erst Gelder fließen, wenn sämtliche Möglichkeiten vor diesem ausgeschöpft sind.
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