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"Explodierende Nadel": Alphabet-Tochter arbeitet an modernem Bluttest

Von John Woll am 14.05.2018 18:12 Uhr
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Die Methoden Blut zu entnehmen haben sich mit den Jahren immer weiter verbessert - trotzdem bleibt sie für viele aber recht unangenehm. Die Forscher der Alphabet-Tochter Verily beschreiben jetzt eine Technik, die mit "explodierenden Nadeln" und einer Smartwatch diesen Prozess deutlich erleichtern wollen.

Die Bluttest-Smartwatch von Alphabet

Alphabet, der Dachkonzern Googles, betreibt mit dem Tochterunternehmen Verily Forschung im Gesundheits- und Medizinbereich und macht dabei immer wieder mit spannenden Konzepten auf sich aufmerksam - die bisher aber nur selten in echte Produkte überführt wurden. Jetzt soll das Unternehmen laut Bericht von CNBC an einer neuen Methode für Bluttests arbeiten, die alle nötige Technik in einer Smartwatch unterbringt.

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Wie dem Bericht zu entnehmen ist, soll ein Team bei dem ehemals als "Google Life Sciences" bekannten Unternehmen Verily schon seit Jahren an einem tragbaren Gerät tüfteln, das mit "explodierenden Mikro-Nadeln und Magneten" schmerzfreie Blutuntersuchungen möglich machen soll. Die Forschungsgruppe unter der Leitung des technischen Direktors Brian Otis soll jetzt einen funktionierenden Prototypen entwickelt haben.

Aktuell liegen nur wenige Informationen zu der genauen Funktionsweise des Prototyps vor, wie eine Quelle gegenüber CNBC beschreibt, verfügt das Gerät aber über Komponenten, die es möglich machen, die kleinen Blutproben direkt zu analysieren und für eine gewisse Zeit sicher zu lagern. Zuvor sollen eben Mikro-Nadeln in die Haut des Nutzers "geschossen" und dann mithilfe von Magneten wieder "eingefangen" werden.

Viele Einsatzgebiete

Nach aktuellen Informationen scheint Verily noch Jahre von einer möglichen Markteinführung entfernt zu sein, auch weil es ein sehr langwieriger Prozess ist, die Sicherheit und Effizienz eines solchen Systems vor den zuständigen US-Behörden zu beweisen. Wie viele weitere Projekte bei Albhabet und seinen Tochterunternehmen betrachte man die Bemühungen intern aktuell als "Schuss ins Blaue".

Mögliche Nutzer könnte ein solches System immer da finden, wo regelmäßig Blutmessungen nötig sind. So könnten nach den Vorstellungen der Forscher Patienten in Kliniken ein solches Gerät tragen, das dann eine schmerzfreie und stetige Überwachung der Werte möglich macht. Verily wollte zu dem Bericht wie üblich keine Stellung beziehen. Man darf gespannt sein, wie sich solche Ideen in den nächsten Jahren weiterentwickeln werden.
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