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Make ZTE Great Again: Trump möchte den chinesischen Hersteller retten

Von Tobias Rduch am 13.05.2018 22:13 Uhr
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Der Smartphone-Hersteller ZTE hat vor wenigen Tagen damit begonnen, einen Großteil seiner geschäftlichen Aktivitäten einzustellen. Jetzt hat sich US-Präsident Donald Trump eingemischt und verkündet, dem Konzern in Kooperation mit der chinesischen Regierung helfen zu wollen.

Nach dem Verstoß gegen US-Sanktionen wurde es ZTE vollständig verboten, Komponenten von vielen Zulieferern aus den Vereinigten Staaten zu beziehen. Wie Donald Trump auf Twitter angekündigt hat, arbeitet der US-Präsident derzeit mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammen, damit ZTE seine Geschäfte so schnell wie möglich fortführen kann.

Das amerikanische Handelsministerium wurde bereits angewiesen, dem Konzern zu helfen. Eigenen Angaben zufolge beschäftigt ZTE weltweit etwa 70.000 Mitarbeiter. Durch die Einstellung des Geschäftsbetriebs dürften viele Jobs verloren gehen.


ZTE hatte gegen Sanktionen verstoßen

Vor einiger Zeit wurden unter anderem gegen Nordkorea und den Iran Sanktionen verhängt, welche den Verkauf von bestimmten Hardware-Produkten in diese Länder untersagen. Hierzu zählen auch die Qualcomm-Prozessoren, sodass keine Smartphones mit diesen Chips in die betroffenen Staaten geliefert werden dürfen. Gegen diese Sanktionen hatte ZTE jedoch verstoßen, da die eigene Geräte trotzdem in den Iran exportiert wurden. Das hat der Konzern schlussendlich selbst zugegeben.

Daraufhin musste ZTE den eigenen Betrieb weitestgehend einstellen, da das amerikanische Handelsministerium einigen Zulieferern wie Qualcomm und Intel untersagt hat, Hard- und Software an das Unternehmen zu verkaufen. Der chinesische Konzern kritisiert die Maßnahmen als existenzbedrohlich und inakzeptabel. Ob das Handelsministerium die verhängten Strafen tatsächlich aufhebt, bleibt abzuwarten.
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