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Sammelklage gegen fehlerhafte MacBook-Butterfly-Tastatur

Von Nadine Juliana Dressler am 13.05.2018 12:21 Uhr
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Apple soll gewusst haben, wie anfällig die neuen Keyboards in den MacBook-Modellen sind. Nun wurde am Freitag eine Sammelklage eingereicht. Nutzer erhoffen sich nun mehr Kulanz von Apple bei festgestellten Problemen mit der Tatstatur.

Nun, das eskalierte schnell: Erst am Anfang dieser Woche berichteten wir über die immer stär­ker aufkeimende Wut von MacBook-Besitzern über Defekte bei den neuen sogenannten Butterfly-Tastaturen in MacBooks und MacBook Pro-Modellen. Apple hatte die neue Tastatur Ende 2015 eingeführt und seither gab es immer wieder Meldungen, dass sich schnell Ab­nut­zungs­er­schei­nungen, zum Beispiel in Form von einklemmenden und nicht mehr funktions­tüchtigen einzelnen Tasten zeigten.

MacBook Pro 2016


MacBook Pro 2016

Sammelklage beim Bundesgericht

Jetzt berichtet das Apple-Online-Magazin Apple Insider, dass am Freitag eine Sammelklage beim Bundesgericht im US-Bundesstaat Kalifornien eingereicht wurde. In der Klageschrift heißt es, Apple habe von einem angeblich fehlerhaften Tastaturdesign schon vor der Markt­einführung gewusst. Es geht dabei um MacBook Modelle ab dem Jahr 2015 und MacBook Pro Modelle ab 2016. Beide Laptops verfügen über den Butterfly-Tastaturmechanismus, der eine ultraflache Schaltung ermöglicht, die sowohl reaktionsschneller als auch robuster als her­kömm­liche Scherenkomponenten in Keyboards sein sollte.

Mehrere Tausend Defekte

Dass es mit der Robustheit nicht so weit her ist zeigen die vielen Nutzerberichte. In der An­klage sind mehrere Tausend Fehler von MacBook- und MacBook Pro-Besitzern zusammen­ge­tragen worden.

Taucht ein Defekt, wie zum Beispiel eine ver­klemmt oder nicht mehr reagierende Tastatur während der Garantiezeit auf, ist die Lösung meist einfach, denn Apple repariert laut den Berichten die Defekte dann wohl anstandslos. Ist das Gerät aber älter als ein Jahr und hat man dann kein Apple Care, bleibt man auf dem Schaden sitzen.

Laut der Klage ist das Design des Keyboards so gestaltet, dass kleine Mengen von Staub oder Schmutz das normale Schaltverhalten behindern, was dazu führt, dass Tastenanschläge nicht mehr registriert werden. Apple soll von dem Problem schon vor der Einführung gewusst, es aber als zu vernachlässigen eingestuft haben.

Apples neues MacBook Pro: So lautet das Urteil eines Pro-Nutzers
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