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Freiwillig oder nicht? ASRock will/darf hier seine Karten nicht verkaufen

Von Witold Pryjda am 07.05.2018 14:57 Uhr
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PC-Spieler hatten es in den vergangenen Monaten nicht leicht, denn der Mining-Boom hat vor allem Grafikkarten spürbar teurer gemacht. Ein bisschen Wettbewerb hätte dem Geschäft sicherlich gutgetan und dafür hätte fast der taiwanesische Hersteller ASRock gesorgt. Doch daraus wird (bei uns) nichts und zwar aus widersprüchlichen Gründen.

ASRock ist ein auf Mainboards und Mini-PCs spezialisierter Hersteller aus Taiwan. Dieser will dieser Tage den Grafikkartenmarkt aufmischen und das gelingt den Asiaten auch bereits in den Ländern, in denen man verfügbar ist. Der mit AMD-GPU ausgestattete und ASRock RX 580 Phantom Gaming X genannte Erstling ist auch eine mehr als solide Karte, interessant hätte auch der Preis sein sollen.

Verzicht oder Verbot?

Doch wie dieser offiziell in Europa ausgefallen wäre, werden wir vermutlich nie erfahren. Denn laut einem Bericht von Tom's Hardware Deutschland hat AMD seinem Eigentlich-Partner ASRock den Verkauf der Karte(n) in Europa untersagt. In einem mittlerweile mehrfach aktualisierten Bericht zeichnet sich ein etwas verwirrendes Bild der Ereignisse, klar scheint nur: ASRock wird in Europa keine Grafikkarten anbieten.

ASRock ist u. a. als Hersteller von Mini-PCs bekannt
AMD hat ASRock offenbar untersagt, die RX 580 Phantom Gaming X in unseren Breitengraden anzubieten. ASRock teilte später mit, dass man seine Karten auch nie in Europa anbieten wollte, sondern nur in Südamerika und in den Ländern der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) - mit Ausnahme China, Taiwan und Hong Kong.

Dabei spielt ein mittlerweile entferntes Zitat eines ASRock-Produktmanagers eine zentrale Rolle, demnach habe AMD es dem Hersteller nicht gestattet, die Karten in der EU zu verkaufen, was "wirklich schade" sei. Nach einem freiwilligen oder bewussten Verzicht klingt das jedenfalls eher nicht.

Aktuell geht es im GPU-Geschäft hoch her, denn auch Nvidia hat gerade für Schlagzeilen gesorgt, da man sein umstrittenes GeForce Partner-Programm eingestellt hat oder einstellen musste.

Siehe auch: 'Nvidia-Zwang' ist Geschichte - GeForce Partner-Programm eingestellt
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