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Entwickler: "Niemand nutzt den Windows Store, es ist eine Katastrophe"

Von Witold Pryjda am 07.05.2018 10:32 Uhr
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Windows 10 hat vor kurzem sein neuestes Feature-Update bekommen und man kann durchaus sagen, dass das aktuelle Betriebssystem von Microsoft wieder ein Stückchen besser geworden ist. Der Windows Store hingegen ist und bleibt ein Problemkind, ein französischer App-Anbieter spricht nun offen aus, was viele vermuten.

App ist und bleibt ein Wort, das viele mit dem Smartphone in Zusammenhang bringen, auch wenn es eigentlich nur die Kurzform von Applikation, also Anwendung ist. Dennoch halten viele Apps für etwas Spezifisches. Wie dem auch sei: Diese Art von Programmen gehört bei Microsoft in den Windows bzw. Microsoft Store.

Keine Zahlen

Die Redmonder versuchen seit Windows 8 diesen zu etablieren und bis heute weiß man nicht so recht, wie sich der App-Store von Microsoft schlägt. Denn offizielle Zahlen gibt es nicht, weder zu Umsätzen, noch zu Beträgen, die man an Entwickler auszahlt.

Microsofts Bereitschaft Zahlen mit der Außenwelt zu teilen wird auch nicht größer, man muss sich also an andere Quellen wenden, wenn man konkretere Informationen haben möchte. Das hat nun MSPowerUser getan und beim französischen Entwickler Webrox nachgefragt. Dieser hat mehrere erfolgreiche Multiplattform-Apps im Angebot, darunter Tubecast und Spoticast, damit kann man Inhalte an Google Chromecast übertragen.

Die populärsten Apps von 2012 bis 2017

Stéphane Graziano, Chef von Webrox, lässt jedoch nicht den geringsten Zweifel, wie sich seiner Erfahrung nach der Microsoft Store schlägt: "Es ist eine Katastrophe. (…) Es gibt absolut keine Adoption, nicht einmal mit dem Nutzerwachstum (von Windows 10), weil er niemanden kümmert."

"Warum sollte man in den Store?"

Graziano meint, dass Windows schlichtweg keine "App-Plattform" ist. Denn in der Regel startet man seinen Computer und "geht dann ins Web oder nutzt den Datei-Explorer. Wenn man arbeitet oder ein Student ist, nutzt man vielleicht noch Office. In den Store geht man hingegen nicht, warum sollte man auch?"

Er meint auch, dass Microsoft Fehler gemacht habe. Es gebe immer noch viele Bugs. Man habe auch die Entwickler-Technologien schneller geändert als Entwickler mithalten konnten und hat dann auch noch die einzige Quelle für Erfolg, Windows Phone, eingestellt. Letzteres hat zur Abwanderung der letzten Kunden gesorgt. Und Gamer sind auf Steam bzw. Kids auf Konsolen oder dem iPad.

Große Hoffnungen macht er sich nicht, dass Microsoft auf der heute Abend startenden Build-Konferenz den Store reanimieren kann. Vor allem wenn man bei Microsoft von "Chancen" spricht, dann sei das ein Zeichen, dass der Markt "sehr sehr klein" ist. Und schließlich hat Microsoft bereits angedeutet, dass man sich auf der Build auf andere Bereiche konzentrieren wird, darunter die Cloud.

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