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YouTube kann es bei Nutzerzahlen locker mit Facebook aufnehmen

Von Christian Kahle am 04.05.2018 13:45 Uhr
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Entgegen der allgemeinen Annahme kann sich Google im Social Media-Bereich durchaus mit einem Konkurrenten wie Facebook messen. Die eigenen Versuche zum Aufbau neuer Netzwerke - zuletzt mit Google+ - sind zwar grandios gescheitert, allerdings darf man eben nicht vergessen, dass auch YouTube zu dem Unternehmen gehört.

Und die neuesten Zahlen, von denen die Chefin der Video-Plattform Susan Wojcicki jetzt berichtete, liegen durchaus auf einem Niveau mit Facebook. Allein die Menge der registrierten Nutzer, die mindestens einmal im Monat in das Angebot eingeloggt sind, liegt bei 1,8 Milliarden. Hinzu kommen dann noch jene, die sich Videos ansehen, ohne eingeloggt zu sein. Facebook kommt auf etwas mehr als 2 Milliarden monatlich aktive Nutzer.

Angesichts dieser Menge an Nutzern versuchte Wojcicki laut einem Bericht des US-Magazins Cnet um Verständnis dafür zu werben, dass man nicht mit jeder Entscheidung alle Seiten zufrieden stellen könne. "Es ist für mich und jeden anderen bei YouTube von Bedeutung, mit Verantwortung zu wachsen", sagte sie auf einer Konferenz der Werbebranche. Allerdings gebe es schlicht kein Drehbuch dafür, wie man eine Plattform dieser Größenordnung betreibt.

Immerhin ist es in der bisherigen Geschichte einmalig, überhaupt eine solche Größe handhaben zu müssen. Abgesehen von Facebook gibt es aktuell kein zweites Unternehmen, das in dieser Klasse mitspielt. Es sei für die Leute bei YouTube der entscheidende Anspruch, letztlich richtig zu liegen - allerdings gelingt das eben auch nicht immer.

Wie man's auch macht...

Das dürfte auch der Hintergrund für die große Aufregung in den letzten Monaten sein. Im vergangenen Jahr gingen die Werbekunden auf die Barrikaden, weil ihre Spots im Umfeld von Inhalten liefen, die man eher nicht mit dem Produkt in Verbindung gebracht haben wollte. Als YouTube daraufhin Werbeschaltungen restriktiver handhabte, gab es ein großes Geschrei unter den kleinen Nutzern und Kanal-Betreibern.

Wojcicki räumte auch ein, dass teilweise nicht fein genug abgewogen wurde, ob ein Video nun noch in die Monetarisierung hineinfallen kann oder schon zu den zu krassen Inhalten gehört. Wie sie ausführte, führt hier aber eben auch kein Weg an einer automatisierten Einstufung vorbei und solche Upload-Filter bergen immer auch diverse Probleme. Manuell ist eine Einordnung aber überhaupt nicht zu meistern. Selbst wenn YouTube tausende Mitarbeiter mit der Sichtung von Videos beschäftigen würde, würde das kaum reichen. Denn aktuell wird minütlich Material mit einer Laufzeit von rund 400 Stunden hochgeladen, und um das durchzusehen bräuchte man allein schon 24.000 Mitarbeiter, die rund um die Uhr und ohne Pausen ausschließlich neue Uploads sichten.
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