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LG G7 ThinQ vorgestellt - Schneller, heller, lauter & mit Google-Taste

Von Roland Quandt am 02.05.2018 15:56 Uhr
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Der koreanische Elektronikgigant LG hat mit dem LG G7 ThinQ sein neues Top-Smartphone für die erste Hälfte des Jahres 2018 vorgestellt. Das Gerät wird High-End-Spezifikationen zu einem vergleichsweise günstigen Preis bieten und legt erneut großen Wert auf umfangreiche, attraktive Multimedia-Features.

Das LG G7 ThinQ bekommt ein im Vergleich zum Vorgänger G6 (ab 329,99 Euro im WinFuture Preisvergleich) deutlich größeres Display mit 6,1 Zoll Diagonale, bei dem man auf eine deutlich gestreckte Bauform im 19,5:9-Format setzt. Das "FullVision Super Bright Display" ist ein MLCD+-Panel, also kein OLED-Display, soll aber dennoch mit seiner enormen Auflösung von 3120x1440 Pixeln punkten. Schon im Vorfeld hatte LG damit geworben, dass das neue Display bis zu 1000 Candela erreicht und dennoch bis zu 30 Prozent weniger Energie benötigt als frühere LCDs.

LG G7: Top-Phone mit Multimedia-Fokus - offizielles Produktvideo
Es bietet eine Pixeldichte von 564 Pixel pro Zoll und kommt mit einem Ausschnitt am oberen Rand daher. In der "Notch" bringt LG hier unter anderem einen Lautsprecher und die Frontkamera sowie diverse Sensoren unter. Auf Laserscanner oder Infrarot-Sensoren für die Gesichtserkennung à la Apple und Samsung verzichtet man dabei. Am unteren Rand befindet sich ein im Vergleich zum LG G6 angeblich um fast die Hälfte verkleinertes "Kinn". Wie die Rückseite wird hier auch das Display selbst mit einer Abdeckung aus weitestgehend kratzfestem Corning Gorilla Glass 5 versehen.

LG G7

Qualcomm Snapdragon 845: aktuelle High-End-Technik unter der Haube

Unter der Haube steckt der Qualcomm Snapdragon 845 Octacore-SoC, der mit bis zu 2,7 Gigahertz arbeitet und reichlich Leistung liefern dürfte. Er ist es auch, der zusammen mit dem Google-Assistant die Rechtfertigung für den Namenszusatz "ThinQ" liefert, denn dieser wird bei LG nur verwendet, wenn das jeweilige Gerät Funktionen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz bietet - und genau diese KI-Features bringt der Qualcomm-Chip ab Werk mit.




Der aktuelle High-End-SoC von Qualcomm (beim LG G6 war noch der Snapdragon 821 aus dem Vorjahr verbaut) wird hier mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher kombiniert, während der per UFS 2.1 angebundene Flash-Speicher 64 GB fasst. LG will neben dem normalen G7 auch noch das LG G7+ ThinQ anbieten, bei dem der Arbeitsspeicher auf sechs Gigabyte anwächst und ein auf 128 GB verdoppelter UFS-2.1-Speicher verbaut wird. Die Erweiterung mittels MicroSD ist in beiden Fällen möglich.

Weitwinkelkamera jetzt mit gleicher Auflösung wie Hauptkamera

Die Kameras stellen beim LG G7 ThinQ erneut einen Schwerpunkt dar. Der Hersteller verbaut auf der Rückseite gleich zwei 16-Megapixel-Sensoren, von denen einer eine Weitwinkeloptik mit einem Sichtfeld von 107 Grad und eine F/1.9-Blende bietet, während der Hauptsensor mit einem Sichtfeld von 71 Grad und einer F/1.6-Blende aufwartet.

Die Verzerrung soll bei der Weitwinkelkamera deutlich reduziert worden sein, während die Kamera in der Lage sein soll, sich per Motiverkennung mit Hilfe von KI immer den jeweiligen Begebenheiten anzupassen und so optimale Bilder zu liefern. Leider hat nur die Hauptkamera einen optischen Bildstabilisator, auch wenn beide Kameras jetzt den gleichen Sony IMX351-Sensor nutzen

LG G7

Die Frontkamera des LG G7 ThinQ bietet mit acht Megapixeln nun eine gegenüber dem Vorgänger gestiegene Auflösung, bleibt aber hinter den enormen Werten der Konkurrenz zurück. Die Blende ist hier F/1.9 groß und soll so auch bei wenig Licht gute Selbstporträts liefern. Das Sichtfeld ist 80 Grad breit, um so bei Bedarf auch mal Freunde mit ins Bild holen zu können.

KI-Features immer mit dabei

LG integriert zudem eine Reihe von Features, die bei anderen Anbietern schon länger Standard sind. Dazu gehören 2D- und 3D-Sticker, ein Porträtmodus mit Unschärfeeffekte und die sogenannten "Live Photos", bei denen vor und nach der Aufnahme jeweils eine Sekunde an Material zusätzlich gespeichert wird.

Das LG G7 ThinQ funkt per Gigabit-WLAN mit Dual-Band-Support, Bluetooth 5.0 und über NFC. Der hier fest verbaute 3000mAh Akku fällt relativ klein aus, wird aber immerhin per USB-C und QuickCharge 4.0 schnell mit Energie versorgt und ist USB-3.1-kompatibel. Wireless-Charging ist ebenfalls an Bord. Die Dicke des LG G7 wird mit 7,9 Millimetern angegeben, während das Gewicht bei 162 Gramm liegt. Begrüßenswert ist auch, dass LG hier IP68-Zertifizierung bietet, das Gerät also weitestgehend wasserdicht ist.

LG G7

LG hat beim Design großen Wert auf "Convenience" gelegt. Man will also vor allem in den von vielen Nutzern häufiger genutzten Funktionalitäten Maßstäbe setzen. Dazu gehört auch, dass man einen sogenannten "Boombox"-Lautsprecher nutzt, welcher durch die Ausnutzung des Raums im Gerät mehr Bass liefern und erheblich lauter sein soll als bisher. Hinzu kommen wieder ein Quad-DAC und FM-Radio, der für enorme Audioqualität sorgt. Erstmals wird zudem DTS:X unterstützt, durch das Virtueller 3D-Sound für alle Inhalte geboten wird.

Ein weiterer Faktor, der mehr Nutzen im Alltag liefern soll ist außerdem der unterhalb der Lautstärkewippe angebrachte Zusatztaster für den Zugriff auf den Google Assistant. LG führt also keinen eigenen Sprachassistenten ein, sondern will Googles Helferlein möglichst einfach erreichbar machen. Als Betriebssystem läuft Android 8.0 "Oreo", das mit der LG-eigenen Oberfläche versehen wird.

Das LG G7 ThinQ kommt in Kürze auch in Deutschland auf den Markt, wird hierzulande aber nur in der normalen Variante mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 GB Flash-Speicher zu haben sein. Preise nannte LG bisher noch nicht, ersten Händlerangaben zufolge wird es sich aber unter der 680-Euro-Marke bewegen und somit deutlich günstiger ausfallen als die Topmodelle von Samsung und Apple.
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