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Windows 10: Tool Mach2 erlaubt Aktivierung von unbekannten Features

Von Roland Quandt am 16.04.2018 19:44 Uhr
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Microsoft erprobt in Verbindung mit den Windows 10 Insider-Builds immer wieder neue Features, wobei diese teilweise schon vorab in den Previews enthalten sind, auch wenn sie noch nicht offiziell angekündigt wurden. Jetzt steht erstmals ein kleines Tool zur Verfügung, mit dem man, etwas "Fachwissen" vorausgesetzt, versteckte Features aktivieren kann.

Das von Thurrott.com-Partner Rafael Rivera entwickelte Tool namens "Mach2" steht über GitHub sowohl als ausführbares Programm als auch in Form des dazugehörigen Quellcodes zur freien Verfügung. Man muss das Programm also lediglich herunterladen und unter Verwendung einer Preview-Build von Windows 10 entpacken, um es anschließend zu starten.

Mach2

Das Programm selbst läuft in der Kommandozeile und kann auf verschiedene Arten und Weisen eingesetzt werden. Mit Hilfe eines eingebauten Scanners kann man bestimmte Ordner nach sogenannten *.pdb-Dateien durchsuchen und so neue Features finden. Hat man auf diesem Weg eine Feature-ID ausfindig gemacht, kann man die jeweilige Funktion mit einem einfachen Kommando aktivieren oder bei Bedarf auch wieder abschalten.

Für den Alltagseinsatz ist das Tool allerdings nicht geeignet, weil man ausschließlich mit Feature-IDs arbeiten kann. Der Nutzer erfährt im Grunde nichts konkretes darüber, was eine bestimmte Feature-ID bewirkt. Man stochert also im Grunde im Nebel und muss durchaus etwas Glück haben, um tatsächlich auf sichtbare Neuerungen zu stoßen. Generell sollte das Tool also nur von experimentierfreudigen Testern auf einem dedizierten System ausprobiert werden.

Die Veränderungen lassen sich unter Umständen nicht sofort nachvollziehen, so dass es einiger Geduld beim Umgang mit Mach2 von Rafael Rivera bedarf. Außerdem muss man nach Angaben von Rivera darauf vorbereitet sein, dass man sich mit der Manipulation des sogenannten Feature Stores, der durch Mach2 modifiziert wird, die jeweilige Windows-Installation auch komplett "zerschießen" kann.

Wer Mach2 ausprobieren möchte, muss die oben genannten Schritte durchführen und kann im Anschluss mit dem Kommando "mach2 --help" Auskunft über den genauen Umgang erhalten.

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