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YouTube-Hauptquartier: Frau schießt um sich, mehrere Verletzte

Von Roland Quandt am 03.04.2018 23:52 Uhr
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Am heutigen Nachmittag ist es am Hauptquartier der zu Google gehörenden Videoplattform YouTube zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem eine Frau das Feuer auf Mitarbeiter des Unternehmens eröffnet hat. Nach Angaben der Behörden gab es eine Reihe von Verletzten sowie eine Tote.

Wie diverse US-Medien berichten, gingen gegen 12:46 Uhr US-Westküstenzeit zahlreiche Anrufe von YouTube-Mitarbeitern bei der örtlichen Polizei ein. Demnach seien im Hauptquartier von YouTube in der kalifornischen Stadt San Bruno Schüsse abgefeuert worden. Die Polizei reagierte umgehend und traf nur zwei Minuten später am Tatort ein.

Wie sich inzwischen herausstellte, wurden tatsächlich Schüsse abgefeuert, wobei nach bisherigem Kenntnisstand drei Personen verletzt wurden. Die Polizei stieß bei ihrem Eintreffen außerdem schnell auf eine Frau, die sich offenbar selbst eine Schussverletzung zugefügt hatte. Mittlerweile ist sie nach Angaben des Polizeichefs von San Bruno verstorben. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei der Verstorbenen um die Täterin handeln könnte.

Zu den Hintergründen des Vorfalls ist bisher nichts bekannt. Die Polizei rief direkt nach Bekanntwerden des Geschehens diverse weitere Ermittlungsbehörden zur Hilfe, so dass binnen kürzester Zeit unter anderem das ATF (Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives) sowie Vertreter des FBI eintrafen.

Google ließ seinerseits verlauten, dass man aktiv mit den Behörden koopiere und wies seine Mitarbeiter an, sich in Sicherheit zu bringen bzw. die Gegend zu meiden. Zahlreiche Mitarbeiter berichteten im Verlauf des Geschehens über Facebook und Twitter von dem, was sie vor Ort erlebten. Die Mitarbeiter verbarrikadierten sich nach eigenen Angaben teilweise in ihren Büros, während einige andere innerhalb kürzester Zeit die Gebäude verließen. Nach Eintreffen der Polizei erfolgte eine kontrollierte Evakuierung.

Im YouTube-Hauptquartier sind nach Unternehmensangaben rund 1700 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Angaben der Behörden ist bisher noch nichts zu den Hintergründen des Vorfalls bekannt. US-Medien zufolge ist es äußerst ungewöhnlich, dass eine Frau einen derartigen Angriff startet. Die Opfer, darunter auch mindestens zwei Schwerverletzte, werden von mehreren Krankenhäusern in der näheren Umgebung behandelt.
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