Tödlicher Unfall: Uber hat ein externes Notbremssystem abgeschaltet

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[o1] LastFrontier am 28.03. 13:44
Wann wird man eigentlich kapieren, dass man Firmen wie UBer einfach den Hahn abdreht und den Laden dicht macht?
So viel kriminelle Energie und auch noch öffentlich zur Schau getragen ist schon mehr als frech.
Dieser Drecksladen ist gesellschaftsschädlich ohne Ende.
[re:1] Blubbsert am 28.03. 14:17
@LastFrontier: Müsste man dann Firmen wie Heckler & Koch, Rheinmetall, Diehl Defence & andere Rüstungsfirmen nicht auch schließen?

Durch so ein "autonomes" Uber Auto ist bisher eine Person gestorben. Durch die Waffen von den genannten Firmen mehrere Tausend. Trotzdem ruft keiner "Schließt H&K!"
Man ist wenn dann nur gegen den Export der Waffensysteme.
[re:1] LastFrontier am 28.03. 14:24
+4 -4
@Blubbsert: Das Problem ist nicht das autonome Auto, sondern Uber die wohl erheblich manipuliert haben oder Sicherheitsvorrichtungen abgeschaltet haben.
Und ja - sämtliche Firmen die weltweit Rüstungsgüter liefern gehören bestraft oder dicht gemacht. Und zwar alle Firmen auf dieser Welt. Da aber die Staaten selbst darn gut mitverdienen bleibt das ein Wunschtraum.
[re:1] Tdope am 28.03. 18:03
+ -5
@LastFrontier: Schonmal darüber nachgedacht wieviele Millionen Jobs daran hängen. Wieviel Geld da fließt? Und ich rede nur vom "legalen" Anteil?
Hast du wohl nicht wirklich.
[re:1] LastFrontier am 28.03. 18:12
+2 -2
@Tdope: Auf die Jobs die Uber bietet kann man verzichten. Für die Leute die meinen dort Geld verdienen zu müssen kannst jederzeit Alternativen finden. Sind eh nur Jobs mit denen man sich mehr schlecht als recht nur über Wasser halten kann.
[re:2] Tdope am 28.03. 18:25
+1 -1
@LastFrontier: Ich meinte das ehr auf die Rüstungsindustrie bezogen.
Und Uber sind nicht nur die armen gebeutelten Taxifahrer!
[re:3] Greengoose am 29.03. 09:22
+1 -2
@Tdope: genau, starten wir einen aufruf zu mehr krieg damit die in der rüstungsindustrie ja nicht ihren job verlieren. was bist du den für ein wappler ?
[re:4] Tdope am 30.03. 11:43
+ -
@Greengoose: untüchtiger Mensch? die Bezeichnung kannte ich noch nicht :)
Ich will das doch gar nicht damit ausdrücken, sondern ehr den Zustand das die Industrie nunmal bereits in unsere Wirtschaft eingekettet ist! Man kann diese nicht wegfallen lassen. Und Sie wird auch nicht, dazu sind ie viel zu Mächtig und Krieg... tja Krieg wirds immer geben, das liegt in der Natur des Menschen
[re:2] greeny69 am 28.03. 14:27
+ -1
@Blubbsert: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/tesla-uber-unfall-101.html
Nicht Uber, aber ...
[re:3] Tomarr am 28.03. 14:29
@Blubbsert: Das ist quatsch. Waffen sind in der Regel zur Verteidigung gedacht und jeder weiß das man damit töten kann und eine abgefeuerte Kugel nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

In vernünftigen Händen, Sportschützen oder Beruflich tätige die eine Waffe brauchen sind diese ja auch ungefährlich. Keiner würde seine Waffe so manipulieren dass diese unkontrolliert Schüsse abgibt.

Uber hat aber genau dies im übertragenen Sinne getan, und genau deswegen sind sie schuldig.

Um bei deinem Beispiel zu bleiben wurde die Schusswaffe so manipuliert dass die Schusssicherung nicht funktioniert und diese hat man dann einer ahnungslosen Person übergeben mit den Worten er hat mit dieser Waffe ständig gezückt und mit dem Finger auf dem Abzug rum zu laufen.
[re:1] kkp2321 am 28.03. 15:31
+6 -4
@Tomarr: Nope. Keinerlei Zustimmung von mir.
[re:1] Tdope am 28.03. 18:03
+2 -1
@kkp2321: da ist er jetzt sicher total traurig drüber
[re:2] Tomarr am 28.03. 18:26
+2 -1
@Tdope: Absolut. Allerdings bin ich es gewohnt da ich mit dem Thema Waffen halt anders groß geworden bin als viele andere in Deutschland. Aber das ist für mich ok, weil ich würde es eher befremdlich finden wenn alle genau die selben Erfahrungen gemacht hätten.
[re:3] Kiebitz am 29.03. 18:42
+1 -1
@Tomarr(re:2): "...da ich mit dem Thema Waffen halt anders groß geworden bin als viele andere..."? Aha! War nicht gerade in China ein Sack Reis umgefallen? Das hat ungefähr die gleiche Relevanz wie dieser Dein Satz. Denn er bgeründet ohne irgendwelche weiteren Angaben absolut nichts!
[re:4] Tomarr am 30.03. 00:00
+ -2
@Kiebitz: Ich bin halt liberaler mit Waffen groß geworden als viele Andere. Wo ist da dein Problem?
[re:5] Tdope am 30.03. 11:45
+1 -2
@Tomarr: es gibt keins, er will aber eins machen...
[re:6] Kiebitz am 30.03. 15:56
+1 -
@Tdope: Wenn Du mich meinen solltest, ich habe da kein Problem. Nur der zitierte Satz von Tomarr sagt eben gar nichts aus. Erst mit (re:4) wird klar, was er meinte bzw. aussagen wollte.
[re:7] Kiebitz am 30.03. 16:03
+1 -1
@Tomarr: Das Problem ist das, was Du in Deinem (re:2) NICHT geschrieben hattest. Und Du es erst jetzt mit Deinem (re:4) nachgereicht hast. Dadurch erst wird verständlich was Du meinst. Und warum ich da nachgefragt hatte.
[re:8] Tomarr am 31.03. 00:11
+ -1
@Kiebitz: Na ja, wenn ich schreibe, dass ich halt anders mit Waffen aufgezogen wurde als viele andere Deutsche, die ja quasi Waffen verteufeln weil es ist ja das absolute Böse, dann sollte ja eigentlich schon ein wenig klar sein das ich das mit den Waffen etwas lockerer sehe.
[re:4] rallef am 28.03. 15:55
+3 -
@Blubbsert: Es geht um ein "autonomes" Auto in freier Wildbahn, bei dem wesentliche serienmäßige Sicherheitsfeatures abgeschaltet worden sind, um ein offensichtlich noch nicht ausgereiftes Sicherheitssystem zu testen... am "lebenden" Objekt (na ja jetzt eben nicht mehr)...

Also ich würde erwarten, dass der notwendige Fahrer (mutmaßlich ein gut bezahlter Ingenieur) da mit extremst erhöhter Aufmerksamkeit bei der Sache ist und nicht mit dem Handy spielt... und ja, Uber ist mindestens organisatorisch in der Verantwortung.

Zu Deinem Vergleich mit den Rüstungsfirmen: Waffen sind primär da, um zu töten, wie immer man das moralisch begründen will, und sind, zynisch gesprochen, durchaus in der Lage diese Aufgabe zu erfüllen; Uber dagegen bemüht sich den Anschein zu erwecken sicher zu sein, also Unfälle mit Toten und Verletzten zu vermeiden, und dabei so sicher zu sein, das nicht in einem abgesperrten Testgelände, sondern im freien Straßenverkehr austesten zu können: Da haben sie versagt.

Und um noch zynischer zu werden, wenn Ubers Geschäftsziel wäre mit ihren Autos in schlecht beleuchteten Kampfgebieten versteckt operierende Taliban selbständig zu erlegen, sind sie anscheinend kurz vor dem Duchbruch, aber das sollten sie besser nicht an amerikanischen Omis in amerikanischen Kleinstädten testen.
[re:5] BartHD am 28.03. 16:44
+2 -
@Blubbsert: Da hat wohl gestern jemand "Die Anstalt" gesehen, fand ich auch ganz gut ;)
[re:6] Blubber Bernd am 28.03. 17:42
+ -1
@Blubbsert: gibt genug die schreien "Stoppt die Waffenexporte", etc
und was als nächstes?
Die Messerschmieden? danach die Seiler?
[o2] bebe1231 am 28.03. 13:56
+2 -3
Hätte das ein ausländisches Unternehmen gebracht, würden schon die 1. Anklagen wegen Mord laufen.
Bin gespannt was sie mit den Verantwortlichen nun machen.
[re:1] Ludacris am 28.03. 13:59
+10 -
@bebe1231: bestenfalls fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge. Für Mord fehlt der Vorsatz.
[re:1] greeny69 am 28.03. 14:24
+3 -1
@Ludacris: Na ja, ein Notbremssystem abzuschalten ist zumindest Vorsatz; bezieht sich aber wohl eher nicht auf einen _Tötungs_vorsatz. Machen unsere ungebremst auf n Stauende auffahrenden LKW-Fahrer ja auch.. Dürfte n juristisch interessanter Fall werden.
[re:1] Stefan1979 am 28.03. 14:47
+3 -2
@greeny69: Naja - wenn ich ein autonomes Auto bauen will, würde ich auch alle Funktionen des ursprünglichen Autos deaktivieren...

Die haben ein "brauchbares" Auto genommen (weil sie Motor, Karosserie usw.) gebraucht haben... Aber dass die dann deren Elektronik (die sich mit der eigenen "beissen" kann) ausschalten - ist eigentlich klar.

Aber ich bin teilweise bei deiner Argumentaiton. Fangen wir am besten mal bei den LKW Fahrern an, die die Assistenten ja sehr gerne ausschalten. Wäre dafür dass da jeder wegen Mordes verurteilt wird der die Teile ausschaltet und am Stauende mal wieder ein paar Autos "platt macht"...

Wenn sie einen anderen LKW treffen ist mir das eigentlich egal - und dem LKW (Fahrer) davor auch meist... Da tritt es dann nur den richtigen wenn er das zeitliche segnet...
[re:1] -=FFKangoroo=- am 28.03. 16:42
+3 -1
@Stefan1979: Dein Beitrag hat ja sehr vernünftig angefangen, aber musste es dann mit, überspitzt, der Glorifizierung der Todesstrafe enden? Und ja, in deinem letzten Beispiel propagierst du das, indem du das zeitliche segnen für den richtigen als wünschenswert darstellst.
[re:2] Stefan1979 am 28.03. 17:47
+1 -1
@-=FFKangoroo=-: Ich gebe dir zwar recht dass es etwas übertrieben ist - aber der Vergleich mit der Todesstrafe hinkt auch gewaltig...

Die wird normal durch jemand anderen ausgeführt... In den wenigsten Fällen bringt sich jemand in Zusammenhang mit der Todesstrafe selbst um...

Selbstmord wäre da noch passender... Was anderes ist es doch wohl nicht wenn man mit einem 40 Tonnen LKW mit 5-10 Meter Abstand hinter einem LKW fährt...
[re:3] -=FFKangoroo=- am 04.04. 14:23
+ -
@Stefan1979: Es geht doch bei der Todesstrafe nicht darum das jemand anderes jemanden umbringt. Da geht es darum, dass der Tod als Strafe für eine Handlung gerechtfertigt ist. Und das ist das was du beschreibst: "Es trifft den richtigen wenn er das zeitliche segnet." Die Analogie dass es keinen Henker gibt wäre in dem Zusammenhang gleichlautend mit "aber es kommen keine Spritzen oder der Elektrische Stuhl zum Einsatz".
[re:2] Kiebitz am 29.03. 19:03
+1 -
@greeny69(re:1): Achtung bitte! Nachfolgendes gilt für das Deutsche Recht, nicht für USA!

Nein! Kein Mord weil keine Planung, kein Vorsatz, keine niedrigen Beweggründen, nicht heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln, nicht um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken. Es lag auch kein Tötungsvorsatz vor. Denn dazu müßte jemand das Notbremssystem bewußt und in voller Absicht abgeschaltet haben, um einen Menschen eben bewußt und in voller Absicht zu töten. Ist hier nicht der Fall.

Dürfte sich eher um § 222 StGB Fahrlässige Tötung handeln: Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Die einfache Fahrlässigkeit ist Fahrlässigkeit liegt vor, wenn eine Person die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen hat.

Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt wurde, also dann, wenn schon ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt wurden und nicht beachtet wurden.
[re:2] Tomarr am 28.03. 14:45
+1 -
@Ludacris: Du vergisst aber wohl das es sich hier um Amerika handelt. In Amerika kannst du mit entsprechenden Absprachen mit einem Mord davon kommen genau wie mit einem vermeidlichen Totschlag der dann Mord werden kann wenn es dusselig läuft.
[re:1] Memfis am 28.03. 17:56
+2 -2
@Tomarr: Siehe gerade heute wieder: Weise Polizisten erschienen einen schwarzen Menschen -> Ermittlungen eingestellt, nicht genug Beweise. Gibt nichtmal eine Anklage.
https://www.n-tv.de/panorama/Todesschuss-auf-Schwarzen-bleibt-straflos-article20358078.html
[re:1] Tomarr am 28.03. 23:11
+1 -
@Memfis: Das ist aber noch ein bisschen was anderes. In Amerika kannst du, wenn du genug Informationen zum Handeln hast, wirklich dein eigenes Strafmaß quasi selber bestimmen.
[re:3] Memfis am 28.03. 17:54
+2 -
@Ludacris: Meiner Meinung nach ist der Vorsatz dann gegeben, wenn man so ein System ausschaltet um das Eigene auf öffentlichen Straße zu testen. So etwas hat auf einem abgesperrten Testgelände zu geschehen. Es hat mich eh verwundert, dass die Technologie bei idealsten Bedingungen versagt haben soll. Es war ja im Grunde keine komplexe Verkehrssituation, sondern gewöhnlicher Standard: Hindernis taucht vor Auto auf. Das das System also nicht funktioniert, hätte man auf jedem Testgelände feststellen können.
[re:4] Bautz am 29.03. 08:58
+ -1
@Ludacris: Die Amis unterscheiden da anders. "Murder first degree" und "Murder second degree". Und auch nochmal unterschiedlich nach Staat.
[re:1] Ludacris am 29.03. 10:32
+1 -1
@Bautz: Stimmt da war ja was. Bin jetzt in dem Fall von unserem Rechtssystem ausgegangen.
[o3] brasil2 am 28.03. 14:21
+1 -1
Was ich nicht verstehe, im Video kommt das Rad aus dem Schatten plötzlich auf die Strasse. Sollte es nicht so sein, dsas die Kameras auch mit Infrarot arbeiten. ? Für Den Computer wäre es demnach "taghell" gewesen. Gerade für solche Situationen ist der Computer um ein vielfaches dem Fahrer überlegen und "weitsichtiger"
[re:1] Drachen am 28.03. 16:15
+2 -1
@brasil2: .... wenn Uber diese Systeme nicht abgeschaltet hätte, um seine eigene Lösung zu testen, die wiederum scheinbar ausschließlich auf optischer Erkennung beruht, aber leider nichts erkennt.

Ob der Unfall selber zu verhindern gewesen wäre, kann wohl nicht abschließend geklärt werden, aber momentan sieht es danach aus, als wäre Uber schuldig, dass der Unfall dann tödlich verlief.
[re:2] wertzuiop123 am 29.03. 09:43
+ -
@brasil2: Die Systeme sehen immer was, bei völliger Dunkelheit und wenn der Mensch z.B. schwarz trägt. Das Video ist nur "mitgefilmt". Infrarot ist eher schlecht. Hier wird lidar & radar verwendet.

"That said, it can be hard at night. But that's an obvious problem, the answer to which is the previous two systems, which work night and day. Even in pitch darkness, a person wearing all black would show up on lidar and radar," https://techcrunch.com/2018/03/19/heres-how-ubers-self-driving-cars-are-supposed-to-detect-pedestrians/
[o4] EamesCharles am 28.03. 15:43
+2 -
Wie hätte der Unfall verhindert werden können? Für mich war das ein realistischer Feldversuch. Der Fahrer war leicht abgelenkt und mit anderen Dingen beschäftigt (wie wir fast alle es in autonomen Fahrzeugen handhaben würden), hätte den Unfall in diesem Fall aber dennoch nicht verhindern können, wenn man sich das Video anschaut. Die Frau kam aus dem nichts und ist direkt vor das Auto gefahren. Auch eine Notbremsung hätte hier wohl nicht mehr viel ausrichten können. Für mich ein klarer Fall von Darwin vs. Human: https://www.youtube.com/watch?v=Cuo8eq9C3Ec

Allerdings war das Fahrzeug ja auch zu schnell unterwegs. Auch wenn es so oder so tödlich ausgegangen wäre.
[re:1] Ludacris am 28.03. 16:09
+ -2
@EamesCharles: das Video ist einfach mieserabel. Die Straße ist nicht viel dunkler als eine normale Straße in jeder Europäischen Großstadt. Also ja, der Unfall hätte verhindert werden können. Zumal das Fahrzeug nen Gang runterschalten müsste wenn es nichts sieht.
[re:1] wertzuiop123 am 28.03. 16:11
+1 -1
@Ludacris: Das Fahrzeug sieht immer was. Außer es ist defekt
[re:1] Drachen am 28.03. 16:18
+1 -
@wertzuiop123: ... oder die relevante Elektronik wurde von Uber deaktiviert.
[re:1] wertzuiop123 am 28.03. 16:18
+ -
@Drachen: Oder so
[re:2] Ludacris am 29.03. 10:38
+ -1
@wertzuiop123: Absolut aber der Punkt ist dass jeder dort alles sieht. https://www.youtube.com/watch?v=8p0lpe-puOI & https://www.youtube.com/watch?v=gM-OsmGRh3k
[re:1] wertzuiop123 am 29.03. 11:09
+ -1
@Ludacris: Das ist ein Videomitschnitt, nicht das was das Fahrzeug sieht (wenn man die Technik nicht abschaltet) Aber danke für die Links. Hatte die mir nicht angesehen.

"Even in pitch darkness, a person wearing all black would show up on lidar and radar,"
https://techcrunch.com/2018/03/19/heres-how-ubers-self-driving-cars-are-supposed-to-detect-pedestrians/
[re:2] Ludacris am 29.03. 16:13
+ -1
@wertzuiop123: ja aber auch selbstfahrende autos haben kameras zur objekterkennung und die hätten was sehen können, dass da so nebenbei das Lidar / radar noch komplett versagt hat ist ein ganz anderes thema.
[re:3] wertzuiop123 am 29.03. 16:15
+ -1
@Ludacris: Wenn man das Notbremssystem abschaltet, hilft es auch nicht, dass Lidar / radar dies trotzdem erkannt hätte. Nirgends steht was von versagt
[re:4] Ludacris am 29.03. 16:20
+ -1
@wertzuiop123: Es wurde ja nicht alles abgeschaltet, es wurde nur die Volvotechnik abgeschaltet. Uber hat seine eigene dazu gebaut. Somit hat das System versagt und wurde nicht einfach abgeschaltet.
[re:2] Drachen am 28.03. 16:17
+1 -1
@EamesCharles: Eine Notbremsung hätte aber ganz sicher die Schwere des Unfalls deutlich gemildert und die Frau wäre noch am Leben. Vielleicht mit Prellungen, vielleicht sogar mit Knochenbrüchen, aber nicht tot.
[re:1] EamesCharles am 28.03. 16:56
+ -1
@Drachen: Mir fällt gerade ein, dass man die realen Sichtverhältnisse tatsächlich nicht kennt, da die Videokamera für Aufnahmen sicher nicht die beste ist und man nicht den genauen Dynamikumfang dieser kennt. Ggf. war die Situation vor Ort so, dass diese dunklen Bereiche gar nicht so dunkel waren. Bleibt aber die Tatsache dass ich wohl auch, in einem autonom fahrenden Fahrzeug, nicht immer den Blick auf der Straße hätte und am rumtüddeln wäre. Ein Leserscanner o.ä (keine Ahnung wie der genaue Ausdruck für solche Systeme ist), hätte die Frau vermutlich ebenfalls, auch im stockfinstern, gesehen. Andererseits habe ich persönlich auch nicht im Blick, wenn ich auf einer zweispurigen Straße fahre, ob mir etwas von Links vors Auto fährt oder läuft. Da habe ich eher die rechte Seite, besonders wenn da Fahrzeuge parken, im Auge. Für mich haben hier alle Schuld und die Frau ist leichtsinnig mit ihrem Leben umgegangen und hat selbstzerstörend gehandelt, der Testfahrer hätte als Testfahrer in einem Testsystem immer den Blick auf der Straße haben müssen und das Fahrzeug sollte Hindernisse erkennen. Anstelle der Frau, kann es ja auch ein Kind sein, welches gar nicht an die Folgen seines Handelns denkt.
[re:1] wertzuiop123 am 28.03. 17:04
+ -
@EamesCharles: Die dunklen Bereich sind scheiß egal außer man deaktiviert irgendwas.

"That said, it can be hard at night. But that's an obvious problem, the answer to which is the previous two systems, which work night and day. Even in pitch darkness, a person wearing all black would show up on lidar and radar,"

https://techcrunch.com/2018/03/19/heres-how-ubers-self-driving-cars-are-supposed-to-detect-pedestrians/
[re:3] Alphawin am 28.03. 16:54
+1 -2
@EamesCharles: Wenn die Frau mit den Fahrrad gefahren wäre, hätte es wahrscheinlich nicht verhindert werden können. Aber die Frau hat das Fahrrad geschoben, so hätte das System die Frau auf alle fälle erkennen müssen.
[re:1] EamesCharles am 28.03. 16:57
+1 -
@Alphawin: Stimme ich zu. Siehe meine Antwort über Dir.
[o5] davidsung am 28.03. 16:22
+2 -1
Uber ist dermaßen aalglatt, dass sie mit all ihren bösartigen Geschäftspraktiken und Rechtsbrüchen davon kommen.

Selbst wenn jetzt rauskäme, dass sie Säcke gefüllt mit Hundewelpen gegen Motorhauben schlagen, um die Airbags zu testen, würde dieser Skandal nicht lange an ihnen kleben bleiben.
[re:1] Bautz am 29.03. 09:02
+ -1
@davidsung: Die Schuld ginge dann zulasten von Takata - die stellen ja die schlechten Airbags her die zu stark explodieren.
[o6] Memfis am 28.03. 17:10
+2 -2
Ich weis nicht, was sich Uber noch alles leisten muss, bis mal ein Verantwortlicher im Gefängnis landet. Bislang habe ich das autonome Fahren und Uber in DIESER Angelegenheit in Schutz genommen, aber jetzt hoffe ich, dass da viele viele Jahre Knast bei rauskommen und die Firma in KEINEM Bundesstaat und KEINEM Land mehr seine Fahrzeuge "testen" darf. Das autonome Fahren ist wirklich wichtig und wird Menschen wie mir irgendwann in hoffentlich naher Zukunft eine große Mobilität ermöglichen und es kann nicht sein, dass Firmen wie Uber diese aufkommende Innovation zunichte machen.

Das beweist jetzt aber meiner Meinung nach, dass nicht die Technik versagt hat, sondern erstens die Fahrerin, welche nicht auf die Straße achtete und zweitens Uber, welche die Technik deaktiviere und somit gar nicht funktionieren konnte.
[o7] dpazra am 29.03. 07:17
+1 -
Interessante Begründung. Hier ein Tipp an Uber, wie sie das eigene Notbremssystem testen können, ohne das fremde abzuschalten:
bool soll_bremsen_fremd = SollBremsenFremd();
bool soll_bremsen_uber = SollBremsenUber();
log(soll_bremsen_fremd);
log(soll_bremsen_uber);
if(soll_bremsen_fremd || soll_bremsen_uber) {
Bremsen();
}
[re:1] wertzuiop123 am 29.03. 09:45
+1 -
@dpazra: Bist eingestellt
[o8] Dr. MaRV am 29.03. 07:45
+ -2
Eine Sekunde vor Zusammenstoß erfasst, okay, wie groß ist die Reaktionszeit solcher systeme?
Dann noch Bremsdruck aufbauen, sagen wir mal es ist sehr viel besser als ein Mensch der ca. eine Sekunde bräuchte, nehmen wir 0,2 Sekunden an.
Das sind bei 60 Km/h, da er zu schnell war, 16m/s macht bei 0,2 Sekunden rund 3 Meter Reaktionsweg. Also noch 13 Meter Bremsweg, keine Chance, nicht zu verhindern.
Um die Aufprallgeschwindigkeit berechnen zu können und die einwirkende Energie fehlen aber wichtige Parameter wie Gewicht des Autos, Gewicht der Frau etc.
Wenn das Auto noch schneller war, ich kenne die tatsächliche Geschwindigkeit nicht, sind die auftretenden Energien entsprechend höher und die Auswirkungen entsprechend drastischer.
Ob die Frau noch am Leben wäre? Keine Ahnung, ohne das wissen der Energieeinwirkung ist alles Spekulation.
[re:1] Runaway-Fan am 29.03. 08:15
+2 -
@Dr. MaRV: Selbst wenn wir die Zahlen nicht genau kennen, kann man grobe Werte nehmen zur Betrachtung. Der Bremsweg (ohne Reaktionszeit) bei 60 km/h beträgt ca. 17m (bei einer Bremsverzögerung von 8m/s²). Zu verhindern wäre also in keinen Fall, aber die Aufprallgeschwindigkeit wäre statt 60km/h nur noch ca. 30km/h. Selbst wenn es noch 40km/h gewesen wären. Jedes km/h weniger erhöht erheblich die Überlebenschancen.
[re:2] dpazra am 29.03. 08:25
+1 -
@Dr. MaRV: Die Kollision zu verhindern ist nicht alles. Nehmen wir deine Werte von 0,2 Sekunden bis die Bremsen wirken und 60 km/h an. Die Bremsverzögerung (negative Beschleunigung) bei Vollbremsung auf vernünftigem Straßenbelag ist laut Wikipedia 10 m/s². Nach 0,2 Sekunden sind es noch 0,8s bzw. 13,33m bis zum Zusammenstoß. Eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung mit 60 km/h (16,66m/s) und -10 m/s² braucht für eine Strecke von 13,33m ( https://tinyurl.com/restweg ) noch 1,33s (statt der deutlich kürzeren 0,8s für die ungebremste Bewegung). Zu diesem Zeitpunkt beträgt die Geschwindigkeit dann noch ~12 km/h. Das ist ein Fünftel der ursprünglichen Geschwindigkeit, also ein fünfundzwanzigstel der ursprünglichen Energie ( https://tinyurl.com/restgeschw ).

Ob die Frau noch am Leben wäre? Vielleicht schon. Diese Rechnung ist übrigens ein Argument für autonomes fahren, denn mit seiner vollen Sekunde Reaktionszeit kann der Mensch an der Stelle gar nichts machen, während ein autonomes Fahrzeug, das sofort bzw. nach 0,2 Sekunden reagiert, Leben retten kann, selbst wenn bei 60 km/h jemand in Abstand des menschlichen Reaktionsweges auf die Fahrbahn läuft.

(EDIT: Rechenfehler korrigiert, EDIT2: war doch richtig)
[re:3] Andy2019 am 29.03. 11:58
+1 -
@Dr. MaRV:
Es geht hier schlicht um die Wahrscheinlichkeit eins Todesfall. So Klein eine mögliche Reduzierung der Aufprallenergie auch sein mag, diese erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit.
Sei es nur von 4% auf 5% Das würde bei so einem Unfall in 100 Fällen eine Person mehr retten.

Wie aber Runaway-Fan und dpazra angedeutete haben wäre auch bei dieser geringen Reaktionszeit eine deutliche Reduzierung der Aufprallenergie möglich gewesen. Sodass wir in diesem Fall nicht nur von einem Prozentpunkt sprechen.

Aber auch wenn das System nur wenige Millisekunden zum bremsen hat, sollte es bremsen um die schlechtes Überlebenschance ein klein wenig zu erhöhen.
[re:1] dpazra am 29.03. 12:22
+ -
@Andy2019: Jap, genauso sehe ich das auch. Ich hatte vorhin keine Zeit mehr es rauszusuchen, deshalb liefere ich das jetzt nach: Siehe Graphen ab Seite 12 --> https://nacto.org/docs/usdg/relationship_between_speed_risk_fatal_injury_pedestrians_and_car_occupants_richards.pdf

Gerade bis 60 km/h kommt es auf jede Zehntelsekunde an, die früher gebremst wird, wenn es um Leben und Tod des Fußgängers geht und wie man gut sehen kann, ist bei <60jährigen Kollisionsopfern der Unterschied zwischen 60 km/h und 30km/h der Unterschied zwischen "höchstwahrscheinlich tot" und "höchstwahrscheinlich am Leben".
[o9] MasterElwood am 31.03. 05:28
+ -
UBER trifft ÜBERHAUPT keine Schuld! Das mag vielen nicht schmecken - issaberso wenn man Emotionen weglässt. FAKTEN:

1. Ob das Volvo System deaktiviert wurde ist irrelevant, solange es keine gesetzliche Vorschrift dafür gab. Sonst dürfte GARKEIN Auto ohne solchem System unterwegs sein.

2. Ob LIDAR die Fussgängerin im Dunkeln erkennen hätte MÜSSEN - is ebenfalls irrelevant. Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften für solche Erkennungen. Die Frage muss also lauten: "Hat das System schlechter gehandelt als ein Mensch gehandelt hätte" und NICHT "Hat das System schlechter gehandelt als ein anderes System".

Nochmal im Klaren: UBER HAT ALLES RICHTIG GEMACHT. Sie haben ein un-perfektes System zum Lernen auf die Straße geschickt - also haben sie einen Fahrer reingesetzt der aufpasst dass nix passiert. Genauso wie es das Gesetz in AZ vorschreibt.

Der einziger der EVENTUELL schuld hat ist der Fahrer von solchen Autos - und auch nur dann wenn der Unfall von einem (normalem) Menschen hätte verhindert werden KÖNNEN. Ob das in diesem Fall so ist - kann man aus der Ferne nicht beurteilen (Video hin oder her).

PS: Zur moralischen Komponente: Jedes Jahr gibt es Weltweit über EINE MILLION Verkehrstote!!! Die WEIT WEIT überwiegende Mehrheit davon kommt durch menschliche Fehler im Straßenverkehr!

Jede schneller voll funktionierende Autonome Fahrzeuge kommen, desto schneller werden ein shittload Leben gerettet. Jährlich! Denkt mal drüber nach...
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