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YouTube Kids: Smartphone-App zeigt Kindern Verschwörungstheorien

Von Tobias Rduch am 18.03.2018 15:09 Uhr
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Schon vor einigen Jahren hatte Google eine separate YouTube-App vorgestellt, welche speziell für jüngere Nutzer entwickelt wurde. Hiermit sollen Eltern sicherstellen können, dass ihre Kinder lediglich altersgerechte Videos ansehen. Dennoch werden immer mehr Inhalte weiterempfohlen, die Verschwörungstheorien zeigen.

Laut Business Insider tauchen in den Suchergebnissen der App und in den Empfehlungen nach dem Abspielen eines Videos oftmals Beiträge auf, die Kindern eine Ver­schwö­rungs­theo­rie vermitteln. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Inhalte, welche die Kugelform der Erde leugnen oder die Mondlandung als Fälschung bezeichnen.

Sobald nach dem Begriff "UFO" gesucht wird, kommt in den Top-Ergebnissen ein solches Video zum Vorschein. Hier wird behauptet, dass außerirdische Flugobjekte Chemtrails verbreiten würden, um die Bevölkerung sowie die Wirtschaft kontrollieren zu können.

Google stellt die YouTube-Kids-App vor

App wurde bereits kritisiert

Die YouTube Kids-App wurde nicht zum ersten Mal stark kritisiert. Bereits im vergangenen Jahr sollen die jüngeren Nutzer mit verstörenden beziehungsweise unangemessenen Inhalten konfrontiert worden sein. Einige Medien unterstellten den zuständigen Mitarbeitern des Suchmaschinenkonzerns sogar eine Absicht, die Kinder systematisch traumatisieren zu wollen.

YouTube hat sich inzwischen zu den Vorwürfen geäußert. Die in der Kids-App gezeigten Inhalte würden von automatischen Systemen auf ihre Eignung für die entsprechende Zielgruppe geprüft. Das Unternehmen betont, dass kein System perfekt sei und einige Videos daher nicht immer sofort gefiltert werden. Sobald solche Inhalte jedoch von vielen Nutzern gemeldet werden, würden diese schnellstmöglich durch einen Mitarbeiter blockiert und anschließend nicht mehr in der Kids-App gezeigt.

YouTube geht gegen Verschwörungstheorien vor

Erst vor kurzer Zeit hatte YouTube angekündigt, dass zukünftig gegen die Verbreitung von Verschwörungstheorien vorgegangen werden soll, indem Wikipedia-Links unter den betroffenen Videos platziert werden. Dieses Vorhaben wurde allerdings nicht mit den Betreibern des Wissensarchiv abgesprochen und daher von Wikimedia kritisiert.
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