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Wenn du sie nicht schlagen kannst...: Sky holt Netflix an Bord

Von Christian Kahle am 01.03.2018 11:36 Uhr
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Beim Pay-TV-Sender Sky musste man inzwischen einsehen, dass man perspektivisch keine nennenswerte Chance gegen die großen Streaming-Anbieter haben wird. Daher versucht man dem Problem nun durch Umarmung beizukommen. Mit dem Marktführer Netflix konnte jetzt eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet werden.

Netflix weiter auf Wachstumskurs

Das Ansinnen ist im Grunde recht einfach: Wenn zu beobachten ist, dass immer mehr Kunden ihren Pay-TV-Zugang kündigen und lieber zur Streaming-Konkurrenz wechseln, dann holt man letzten doch besser mit ins eigene Angebot. Um den eigenen Nutzerschwund zu stoppen, wird Sky die Inhalte von Netflix also jetzt auf verschiedenen Wegen in sein eigenes Angebot integrieren.

Das bedeutet in erster Linie, dass der Sender Lizenzen für die Verbreitung einiger Erfolgsserien einkauft, die Netflix in Eigenregie produziert hat - darunter "Stranger Things" und "The Crown". Diese sollen zumindest im Rahmen der eigenen Streaming-Angebote des Senders ausgeliefert werden können. In den Set-Top-Boxen Skys soll es außerdem eine separate Netflix-App geben, über die Kunden den Streaming-Dienst auch ohne separates Abo nutzen können.

Übernahme externer Accounts

Wer bereits über Verträge mit beiden Unternehmen verfügt, soll sein bestehendes Netflix-Konto in den Sky-Account überführen können - dabei sollen die gespeicherten Informationen inklusive Serien-Stände und Empfehlungen komplett erhalten bleiben. Aktuell gilt die Kooperation allerdings erst einmal nur für Sky-Kunden in Großbritannien und Irland. Eine Erweiterung auf die Ableger in Deutschland, Österreich und Italien könnte zwar noch kommen, spruchreif ist hier allerdings noch nichts.

Für Sky dürfte die Rechnung dabei letztlich ziemlich einfach geworden sein. Das Unternehmen hat durchaus beträchtliche Summen investiert, um sich die neue Konkurrenz vom Hals zu halten - viel geholfen hat das nicht. Da dürfte es erfolgreicher sein, das Geld lieber einzusetzen, um die Inhalte und Features, nach denen die Kunden sich sehnen, dann besser in die eigene Plattform zu holen.

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