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BitGrail ausgeraubt: Es fehlen 140 Mio. Euro der Währung Nano

Von Nadine Juliana Dressler am 11.02.2018 16:06 Uhr
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Unbekannte Diebe haben die italienische Kryptobörse Bitgrail ausgeraubt und dort einen Schaden von mindestens 140 Millionen Euro verursacht. Soweit derzeit bekannt ist, haben die Unbekannten es auf die erst kürzlich in Nano umbenannte Währung abgesehen.

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Hacker haben mit der italienische Kryptobörse Bitgrail ein sehr lukratives Opfer gefunden. Wie das Unternehmen bekannt gegeben hat, wurden ihnen kurz vor dem Wochenende 17 Millionen Einheiten der früher als Raiblocks bekannten Kryptowährung Nano gestohlen. Der Gegenwert war bei der Bekanntgabe des Raubs noch bei über 160 Millionen Euro, mittlerweile ist der Kurs nach der Schreckensmeldung gefallen.

Aufgedeckt bei interner Prüfung

Bitgrail informierte alle Nutzer, dass über interne Kontrollen verschiedene unautorisierte Transaktionen aufgedeckt wurden.

"Fehlbetrag" bei Nanos

Diese haben sich auf einen Fehlbetrag von rund 17 Millionen Nano summiert. Bitgrail hat den Handel vorerst ausgesetzt und die Polizei eingeschaltet.

Um weitere Überprüfungen durchführen zu können, werden alle Aktivitäten vorübergehend ausgesetzt, einschließlich Abhebungen und Einzahlungen. Dieses Verfahren ist für die Sicherheit der Benutzer unerlässlich, so Bitgrail und schrieb zudem auf seiner Webseite: "Wir entschuldigen uns bei unseren Kunden und bei denen, die von den illegalen Transfers von Nano betroffen sind, die auf unserer Plattform stattgefunden haben."

Der Schaden hätte höher sein können

Andere Währungen, die ebenfalls in der Kryptobörse gehandelt werden, waren nicht betroffen. Dass die Diebe sich Nano aufgesucht haben ist dabei sicherlich dem Umstand geschuldet, dass die Währung nach einer Um­be­nennung Anfang des Monats im Aufschwung war. Zuvor hatte es im Vorfeld der Um­be­nennung im Januar ein All­zeit­hoch gegeben, wobei der Wert auf 30 Euro je Einheit gestiegen war. Bitgrail steht nun vor der Insolvenz, heißt es. Was genau passieren wird, ist noch offen. Eine Stellungnahme bezüglich des Raubes und einer Entschädigung für die betroffenen Kunden wird für die kommende Woche erwartet.

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