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Linus Torvalds: Scheiß verkaufen + PR-Geschwafel = Intel

Von Christian Kahle am 05.01.2018 17:12 Uhr
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Als einer der angesehensten Vertreter der Open Source-Szene hat Linus Torvalds jetzt eine ordentliche Schimpftirade in Richtung des Chipherstellers Intel geschickt. Auslöser hierfür waren natürlich die jüngst bekannt gewordenen Sicherheits-Schwächen in der Architektur zahlreicher Prozessoren.

Von den neuesten Schwachstellen ist Intel keineswegs nur allein betroffen. Dass der Konzern aber das Ziel der Attacken Torvalds' wird, hat durchaus nachvollziehbare Gründe. So ist Intel durchaus am stärksten von den allerneuesten Problemen betroffen - und hatte auch schon zuvor mit nicht gerade trivialen Problemen zu kämpfen. Hinzu kommt, dass das Unternehmen schlicht nicht angemessen auf die derzeitige Lage reagiert.

"Ich denke, irgendwer bei Intel solle sich wirklich mal hinsetzen und ihre CPUs gründlich anschauen und dann auch eingestehen, dass die ein Problem haben - statt weiter PR-Geschwafel zu produzieren, laut dem alles so funktioniert wie es soll", schrieb der Linux-Gründer an eine Mailingliste der Linux-Kernelentwickler. "Oder will Intel uns wirklich sagen 'wir halten für immer daran fest, euch Scheiße zu verkaufen und verbessern einfach nichts'?"

ARM wäre eine Alternative

Bevor man immer weiter an einem Marktführer festhält, der wieder und wieder Probleme bereitet und nicht zu diesen steht, sollte man sich aus Sicht Torvalds' im Zweifel eben darauf einstellen, eine Alternative aufzubauen. Wenn sich bei Intel nichts ändere, "sollten wir uns vielleicht stärker den ARM64-Leuten zuwenden", führte der Linux-Gründer aus.

Noch vor einigen Monaten hatte er erklärt, dass ARM-Architekturen letztlich nicht großflächig gegen x86-Architekturen ankommen werden. Angesichts der Probleme mit Intel scheint Torvalds die Lage inzwischen aber etwas anders zu bewerten. Letztlich könnte die Nutzung von Architekturen, die mit einigen technischen Problemen verbunden sind, doch die bessere Wahl sein, wenn dem Sicherheitsprobleme gegenüberstehen, die niemand wirklich ernsthaft angehen mag.

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