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Cannon Lake: Intels 10-Nanometer-Chips auf dem Weg zur Nullnummer

Von Witold Pryjda am 02.01.2018 10:24 Uhr
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Intels Cannon Lake genannte nächste Chip-Generation wurde vor mittlerweile Jahren angekündigt und 2017 sollte es endlich soweit sein, dass diese auf den Markt kommt. Doch nun ist das neue Jahr angebrochen und von den 10-Nanometer-Chips ist weit und breit keine Spur. Und das könnte noch eine Weile lang so bleiben.

Der Halbleiterriese Intel hat bereits 2012 erstmals von 10-Nanometer-Chips gesprochen, auch 2017 war die Rede davon, dass diese "bald" auf den Markt kommen. Zuletzt hieß es im September (allerdings aus Zuliefererkreisen), dass die Vorstellung und Veröffentlichung Ende des Jahres erfolgen könnte, doch mittlerweile ist nur noch allgemein von 2018 die Rede. ComputerBase hat sich die aktuellen Berichte und Gerüchte zu Cannon Lake angesehen und kommt zum Schluss, dass für allzu großen Optimismus auch 2018 nicht allzu viel Grund besteht.

Verzögerungen

Demnach schiebt Intel immer wieder neue Varianten von 14-Nanometer-Chips dazwischen und will damit offenbar vom Umstand ablenken, dass sich die Arbeit an 10-Nanometer-Prozessoren immer weiter verzögert. Die Desktop-Varianten stehen auf dem Abstellgleis, gleiches gilt für die Server-Ausgaben. Bei den Notebook-Chips wurden die Cannon Lake-U-Ausgaben vorerst abgesagt, aktuell ist wohl nur noch Cannon Lake-Y auf dem Fahrplan.

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Doch bis es bei Cannon Lake-Y soweit ist, dürfte es noch ein halbes Jahr dauern, frühestens im Sommer 2018 könnte es soweit sein. Und selbst hier gibt es womöglich ein signifikantes Aber (bzw. sogar mehrere): Denn die Chips könnte es lediglich in geringen Taktraten geben, zudem ist nicht ausgeschlossen, dass ein integrierter Grafikchip fehlt.

Das Fehlen einer Onboard-GPU wäre ein schwerer Rückschlag, denn in diesem Fall müsste ein Notebook mit Cannon Lake-CPU einen separate GPU bekommen, was alle Vorteile in Bezug auf die Energieeffizienz zunichtemachen würde.

Schließlich kann man Intels Ankündigung des Cannon Lake-Nachfolgers Ice Lake als Zeichen sehen, dass das eigentliche 10-Nanometer-Debüt womöglich nie das Licht der IT-Öffentlichkeit sehen wird.
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