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Nokia 1 mit Android Go: Neues Einsteiger-Smartphone für nur 80 Euro?

Von Roland Quandt am 26.12.2017 14:05 Uhr
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Der finnische Anbieter HMD Global will unterhalb des kürzlich vorgestellten Nokia 2 wohl bald auch noch ein weiteres neues Low-End-Smartphone auf den Markt bringen. Das sogenannte "Nokia 1" wird seinem Namen entsprechend als Teil des Android Go Programms auf den Markt kommen und soll somit Kunden in aufstrebenden Märkten ansprechen. Auch der chinesische Hersteller Huawei soll an einem ähnlichen Gerät arbeiten.

Wie der russische Journalist Eldar Murtazin, der über gute Beziehungen zu einer Reihe von Hardware-Herstellern verfügt, jüngst verlauten ließ, beteiligen sich sowohl HMD Global und seine Marke Nokia als auch der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei offenbar an Googles erst kürzlich präsentiertem Android Go. Die angepasste Version von Android 8.0 "Oreo" soll vor allem auf einfachen, günstigen Geräten laufen, die mit wenig Arbeitsspeicher daherkommen.


Entsprechend einfach ist angeblich auch die Ausstattung des Nokia 1, das von HMD Global natürlich wieder unter offizieller Lizenz entsprechend benannt wird. Murtazin will erfahren haben, dass das Nokia 1 mit nur einem Gigabyte Arbeitsspeicher und mageren acht Gigabyte internem Flash-Speicher ausgerüstet werden soll. Möglich wird dies durch das abgespeckte Android Go, welches auch dafür sorgt, dass das Nokia 1 auch mit so wenig Arbeitsspeicher noch flüssig laufen soll.

Zur weiteren Hardware ist bisher nur wenig bekannt, Murtazin spricht jedoch von einem Display mit HD-Auflösung, das somit eine brauchbare Bildqualität bieten dürfte. Es handelt sich zudem um ein IPS-Panel, das mit geringer Blickwinkelabhängigkeit punkten dürfte. Preislich soll das Gerät zwischen 4990 und 5490 Rubel liegen, was umgerechnet 73 bis 80 Euro entsprechen würde. Mehr verriet die Quelle des Journalisten bisher noch nicht.

Mit Blick auf das von Huawei geplante erste Android Go Smartphone des chinesischen Herstellers erklärte Murtazin, dass man zwar ein ähnliches Gerät mit einer annähernd gleichen Ausstattung in Arbeit hat, aber noch nicht klar ist, ob dieses auch auf den Markt kommt. Sollte Huawei dies wagen, soll sich der Preis in der gleichen Region bewegen wie beim Nokia 1.

Angesichts des Trends zu höheren Durchschnittspreisen für Smartphones überrascht das Engagemet von HMD und Huawei durchaus. Die meisten Hersteller versuchen seit einiger Zeit, die durchschnittlichen Verkaufspreise ihrer Geräte durch den Verzicht auf besonders günstige Modelle mit kleinen Margen zu steigern. Letztlich lohnt der Vertrieb derartiger Produkte nur noch selten. Denkbar wäre, dass man mit einem starken Fokus auf aufstrebende Märkte und Entwicklungsländer versucht, größere Stückzahlen zu verkaufen.
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