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Ja, nein, vielleicht:
Toshiba dementiert Verkauf seiner PC-Sparte

Der japanische Hersteller Toshiba kämpft seit einer ganzen Weile mit finanziellen Schwierigkeiten, im Sommer wäre man fast von der Tokioter Börse geflogen. Seither versucht das Unternehmen, seine Geschäfte zu stabilisieren. Zuletzt hieß es, dass man seine PC-Sparte an Lenovo oder Asus verkaufen könnte, doch das dementierte Toshiba nun.
Toshiba
17.11.2017  13:40 Uhr
Toshiba braucht Geld, das ist keine Frage. Wie man dazu kommt, ist aber eine andere: Im vergangenen September tobte ein regelrechter Krimi um die Chipsparte des Unternehmens, letztlich konnte man diese für 18 Milliarden Dollar an den US-amerikanischen Finanzinvestor Bain Capital veräußern. Damit konnte man sich eine Atempause verschaffen, in trockenen Tüchern ist Toshiba aber deshalb noch nicht. Gestern kam die PC-Sparte von Toshiba ins Spiel, angeblich wollten sich die Japaner davon trennen. Als Interessenten wurden der chinesische Hersteller Lenovo und das taiwanesische Unternehmen Asus ins Spiel gebracht. Toshiba ließ aber mittlerweile die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei wissen, dass man noch keine Verhandlungen aufgenommen habe.

Verkaufsabsicht

An der grundsätzlichen Verkaufsabsicht ändert sich aber wohl nichts, denn laut der Nachrichtenagentur Reuters hat Toshiba selbst eine Verkaufsabsicht in den Raum gestellt. Wahrscheinlich wollte und will man das Interesse sondieren, bevor es dann ans Eingemachte geht.

Die PC-Sparte des Unternehmens ist ohnehin nicht die größte, da man hier lediglich etwa 3,5 Prozent des Umsatzes erzielt. Im Halbjahr zwischen April und September erwirtschaftete Toshiba damit einen Nettoumsatz von 747 Millionen Dollar.

Toshiba war nach der Insolvenz seiner US-amerikanischen Kraftwerkstochter Westinghouse im März 2017 in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen, seither versuchen sich die Japaner wirtschaftlich zu stabilisieren.

Siehe auch: Toshiba schrammt knapp am Rauswurf aus der Börse vorbei
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