Epic Games verklagt Fortnite-Cheater aufgrund Urheberrechtsverstößen

Von Witold Pryjda am 13.10.2017 13:54 Uhr
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Wer in Spielen schummelt, ist ein (Beleidigung hier einfügen), aber verstößt er damit auch gegen Urheberrechte? Epic Games meint ja und hat nun zwei Cheater seines Spiels Fortnite deswegen verklagt. Diese haben sich im unlängst veröffentlichten "Battle Royale"-Modus einen Vorteil verschafft, indem sie den Code verändert haben, das sieht Epic als Verstoß gegen Urheberrechte.

Keiner mag Cheater, so viel ist klar und das schreibt auch Epic Games in einem Blogbeitrag von vergangener Woche. Der Entwickler kündigte damals ein hartes Vorgehen gegen derartiges Betrügen an und setzte das auch schon in die Tat um. Denn man hat nach der Veröffentlichung des Battle Royale-Modus für Fortnite bereits tausende Cheater aus dem Spiel verbannt.

Das Vorgehen von Epic Games endet aber nicht bei Rauswürfen aus dem Spiel. Laut TorrentFreak geht das Unternehmen North Carolina auch gerichtlich gegen Cheater vor, das bekannte Filesharing-Blog hat entsprechende Dokumente von zumindest zwei Fällen zugespielt bekommen.

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Keine "normalen" Cheater

Die zwei Cheater werden beschuldigt, über das Schummeln gegen die Nutzungsbedingungen sowie den Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) verstoßen zu haben. Das wird u. a. durch das Verändern des Codes des Spiels sowie dem Einsatz von spezieller Software zu diesem Zweck begründet, da dies laut Epic einen Copyright-Verstoß darstelle.

Allerdings handelt es sich bei den zwei verklagten Personen nicht um herkömmliche Nutzer, beide sind bei einem Cheat-Anbieter als Moderator bzw. Support-Mitarbeiter tätig. Sie sollen vor allem Streamer anvisiert und so für ihre "Dienstleistung" geworben haben.

Einer der beiden soll laut Epic zumindest neun Mal gebannt worden sein, er soll aber jedes Mal ein neues Konto eröffnet haben. Der Mann mit dem Namen Vraspir soll auch den Code für die Cheat-Software geschrieben haben. Beiden droht nun ein Schadenersatz in Höhe von 150.000 Dollar.
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