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Microsofts KI-Dienste erlauben totale Überwachung am Arbeitsplatz

Von Roland Quandt am 10.05.2017 19:55 Uhr
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Microsoft hat anlässlich der Entwicklerkonferenz Build 2017 unter anderem gezeigt, wie künftig mit Hilfe von Cloud-basierten Analysetechnologien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz der Alltag in der Industrie, auf Baustellen oder in Krankenhäusern leichter und sicherer gemacht werden kann.

Überwachung zur Steigerung von Effizienz und Sicherheit

Microsofts Demo zeigte, wie man mit Hilfe seiner KI-Lösungen und einer leistungsfähigen Cloud-Plattform in der Lage sein will, Arbeitsplätze sicherer zu gestalten und auch an vielen anderen Orten des täglichen Lebens eine sowohl effizientere als auch sicherere Vorgehensweise realisiert. Dabei nutzt das gezeigte System umfangreiche Möglichkeiten zur Erkennung von Menschen, ihren Aktivitäten, Gegenständen und ihren Zuständen.


Mit Hilfe der ohnehin schon an vielen Orten installierten Kameras, sei es in Werkstätten, Krankenhäusern oder auf Baustellen, soll Microsofts Ansatz die KI-Technologien zur Bildanalyse in Echtzeit verwenden, um zu erkennen, ob zum Beispiel eine gefährliche Situation entsteht, ein Unfall passiert ist oder einfach nur wo sich bestimmte Gegenstände und Personen befinden.

Als Beispiel wurde ein Arbeitsplatz gezeigt, an dem sich die dort tätigen Personen mit Hilfe der KI-Technik aus der Cloud einfach Informationen zum Standort bestimmter Hilfsmittel holen konnten. Das System konnte dabei auch erkennen, ob zum Beispiel ein Presslufthammer sicher abgestellt ist, ob sich unberechtigte Personen vor Ort befinden oder ob unerwünschte Aktivitäten geschehen.

Am Beispiel eines Krankenhauses wurde gezeigt, wie die Plattform erkennen kann, ob ein Patient Hilfe benötigt. Im Fall einer Baustelle war zu sehen, wie das System den Arbeitern verraten kann, wo sich bestimmte Werkzeuge befinden und welcher berechtigte Mitarbeiter es zu jener Stelle bringen kann, an der es letztlich auch benötigt wird.

Big Brother 2.0?

Vorteile der Technologie sollen vor allem eine gesteigerte Arbeitssicherheit, größere Effizienz und letztlich auch eine Erleichterung vieler Tätigkeiten sein. Dass dabei auch die Aktivitäten der Mitarbeiter ebenso auf Schritt und Tritt nachvollzogen werden können wie Anwesenheit und Standort, dürfte so manchem Beobachter allerdings Bedenken bescheren. Wann erste derartige Systeme auf breiter Front eingeführt werden sollen, ließ Microsoft zwar zunächst offen, man versicherte aber, dass die nötigen Technologien dank Windows Azure, Windows 10 und diversen anderen Diensten und Produkten von Microsoft bereits jetzt existieren.

Build 2017
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