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Nokia 6 im Test: Vor einem Jahr wäre es ein tolles Gerät gewesen

Von Christian Kahle am 10.03.2017 10:41 Uhr
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Nokia hat auf dem Mobile World Congress (MWC) so einiges an Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Und die ersten neuen Smartphones unter dem Traditionsnamen haben wir euch auch schon im groben Überblick gezeigt. Unser Kollege Timm Mohn hatte inzwischen die Möglichkeit, das Nokia 6 in der in China bereits erhältlichen Variante für einige Tage im praktischen Einsatz auszuprobieren und kommt am Ende zu einem ziemlich durchwachsenen Fazit.

Nokia 6 HMD Global


Nokia 6 HMD Global


Nokia 6 HMD Global

Das Nokia 6 wäre seiner Auffassung nach ein ziemlich gutes Mittelklasse-Smartphone, wenn es ein gutes Jahr früher auf den Markt gekommen wäre. Es hinterlässt insgesamt etwas den Eindruck, als hätten die Entwickler sich sehr viel Mühe gegeben, bei geringem Preis ein Äußeres hinzubekommen, das man sonst nur bei deutlich teureren Modellen erhält - und dabei die Zeit vergessen, so dass das Produkt erst jetzt auf den Markt kommen kann.

Gegen diese These spricht allerdings die noch immer recht unfertige Software. So schafft es das Nokia 6 als erstes Testgerät seit ziemlich langer Zeit einen Absturz der Kamera-App während der Aufnahme zu produzieren. Und mit einer deutschen Benutzerführung durch das Android-System wird man wohl auch erst rechnen können, wenn die Smartphones hierzulande tatsächlich ausgeliefert werden.


Die Hardware ist in ein für diese Preisklasse extrem gutes Design eingefasst. Sonderlich viel geboten bekommt der Nutzer hier allerdings letztlich nicht. Im Zentrum steht das inzwischen nahezu übliche 5,5-Zoll-Display mit FullHD-Auflösung. Dahinter läuft ein Snapdragon 430-Prozessor von Qualcomm, der für die meisten Alltagsanwendungen und Spiele ausreicht, aber auch alles andere als taufrisch ist. Wahlweise gibt es drei oder vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Davon hängt auch die Flash-Ausstattung ab, die mit 32 oder 64 Gigabyte daherkommt und per MicroSD-Karte erweiterbar ist.

Bei den Kameras arbeitet das Nokia mit einer Kombination aus 16 und 8 Megapixeln, wobei auf zusätzliche Technologien zur Bildverbesserung weitgehend verzichtet wird. Verbaut sind weiterhin ein Fingerprint-Reader und ein Dolby Atmos-System zur besseren Audio-Wiedergabe. Strom- und Datenversorgung laufen über einen Micro-USB-Port, was wohl das auffälligste Zeichen ist, dass das Nokia 6 wohl eigentlich ein Jahr zu spät dran ist. Da das Gerät bei uns voraussichtlich ab nur 230 Euro zu haben sein wird, dürfte man trotzdem auf ordentliche Verkaufszahlen kommen.

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