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HTC Vive auf dem MWC: Drahtlos-Kit, neuer Tracker und Headset

Von Christian Kahle am 03.03.2017 12:44 Uhr
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Wenn man auf dem Mobile World Congress (MWC) das eigene Virtual Reality(VR)-System vorführen will, wäre es angesichts des Messe-Mottos natürlich schwer vermittelbar, wenn der Nutzer ständig per Kabel mit einem stationären PC verbunden sein muss - so dürfte man sich die Stand-Planung bei HTC überlegt haben. Mit im Gepäck hatte man daher eine Erweiterung, die die HTC Vive mit einer Funkbrücke ausstattet.

Dabei genügt es allerdings nicht, einfach ein kleines Funkmodul an die Datenbrille zu hängen. Denn über die Kabelverbindung wird das System ja auch mit Strom versorgt. Zum TPCast gehört daher ein Akku-Pack von durchaus ordentlicher Größe, wie euch unser Kollege Lutz Herkner hier zeigen kann. Wie lange die Vive damit unabhängig von einer Kabelverbindung genutzt werden kann, ist noch etwas unklar und bis zum internationalen Verkaufsstart kann sich auch noch einiges ändern.


Fest steht aber bereits, wie die Technik an sich funktioniert. TPCast überträgt die Daten zwischen einem PC und der Vive über ein 60-Gigahertz-Band. Dafür sorgt eine kleine Sendeanlage, die ähnlich wie die Raumsensoren des VR-Systems in die Zimmerecke gehängt werden können. Die Latenz, die durch das Ersetzen der Kabel durch eine Funkbrücke entsteht, ist zwar vorhanden, sorgt aber laut verschiedenen Tests auf der Messe für keine nennenswerten Qualitätsverluste. Man muss letztlich aber schon ordentlich von den Kabeln des originalen Systems genervt sein, um das Zubehör zu kaufen - denn der Preis wird voraussichtlich bei etwa 200 Dollar liegen.

Neben dem Drahtlos-System hatte HTC auf dem MWC aber auch andere Vive-Erweiterungen zu zeigen. Zu diesen gehört beispielsweise ein neuer Tracker, der an beliebige Objekte angebracht werden kann. Diese lassen sich dann in Software abbilden und in der VR-Umgebung verwenden. Das hat den Vorteil, dass der Nutzer das Original des Simulierten Objektes in der Hand halten kann und nicht das herkömmliche Bedienelement, das sich dann doch anders verhält.

Weiterhin kommt ein speziell auf die Vive abgestimmtes Headset auf den Markt, das in Verbindung mit der VR-Brille einfach bequemer nutzbar sein soll als herkömmliche Kopfhörer. Sowohl der neue Tracker als auch das Headset werden jeweils rund hundert Dollar kosten.

Mehr von Lutz:
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