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AMD rückt weitere Informationen zu neuen Vega-Grafikchips raus

Von Christian Kahle am 06.01.2017 17:32 Uhr
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Der Chiphersteller AMD hat die Elektronikmesse CES genutzt, um die Spannung hinsichtlich seiner neuen Vega-Grafikchips hoch zu halten. Zu diesen gab es auf der Veranstaltung nun einige weitergehende Informationen - aber auch noch einiges an Schweigen.

Natürlich wurde die Architektur der Grafikeinheiten weiter überarbeitet und optimiert und Berechnungen können effizienter durchgeführt werden. Und das auch noch mit höheren Taktraten. Das soll dann die Performance-Steigerung bringen, die notwendig ist, um mit den Konkurrenzprodukten Nvidias mithalten zu können.

Was dies Gamern dann im Konkreten bringen wird, verriet AMD auf der Messe allerdings noch nicht. Immerhin werden in Las Vegas aber mit Prototypen bestückte Systeme gezeigt, auf denen beispielsweise Doom mit höchsten Grafikeinstellungen flüssig in 4K-Auflösung betrieben werden kann. Hineinschauen lässt der Hersteller hier aber noch niemandem - alle möglichen Stellen, die etwas verraten könnten, sind schlicht abgeklebt.


Aus der Präsentation wurde hingegen klarer, dass AMD sich keineswegs nur auf Gamer als Umsatzbringer verlässt. Immerhin hat das Unternehmen einiges in die Entwicklung der neuen GPU-Generation investiert und wird hier kaum schnell wieder hohe Summen über die vergleichsweise wenigen Käufer von High End-Grafikkarten hereinholen können - zumal selbst diese die Features der neuen GPUs voll ausnutzen können.

Einen der Schwerpunkte bei der Präsentation legte AMD daher auf Profi-Anwendungsbereiche, in denen die Mengen der zu verarbeitenden Daten immer größere Ausmaße annehmen. Während bei Gamern zwei- bis dreistellige Gigabyte-Zahlen inzwischen immer häufiger anzutreffen sind, steigt das Volumen in der Filmbranche sprunghaft petabyteweise an. Gleiches gilt für die riesigen Datenmengen aus diversen Bereichen der Wissenschaft, die im High Performance-Computing auflaufen.

AMD reagiert darauf mit einer gründlich überarbeiteten Speicher-Architektur. Der klassische schnelle Grafikspeicher ist dabei nur eine Memory-Ebene, auf der die neuen Chips arbeiten. Mit einem Update auf die HBM2-Technologie wird die bisherige 4-Gigabyte-Grenze gebrochen. Über die neuen Speichercontroller in den Vega-Einheiten sollen nun bis zu 512 Terabyte Adressraum angesprochen werden können. Auf diese Weise konnte AMD demonstrieren, wie hunderte Gigabyte, die über eine CPU in Stunden hätten gerendert werden müssen, mit Vega in Echtzeit weggearbeitet werden.

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