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Windows 10: Festplattenplatz sparen mit CompactOS

Von Thomas Zick am 08.10.2016 08:30 Uhr
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Das NTFS-Dateisystem unterstützt eine Komprimierung, mit der sich ab Windows XP Dateien platzsparend auf der Festplatte unterbringen lassen. Erreichbar ist diese Funktion etwa über den Windows Explorer, wenn Sie ein Laufwerk auswählen und im Kontextmenü zunächst die Eigenschaften öffnen und dann "Laufwerk komprimieren, um Speicherplatz zu sparen" markieren. Damit wird dann der komplette Datenträger komprimiert. Dateien und Programme lassen sich auch weiterhin wie gewohnt starten und müssen nicht vom Nutzer zuvor manuell entpackt werden, wie es zum Beispiel beim Einsatz von ZIP-Archiven der Fall wäre.

Windows 10 komprimieren

Windows 10 bietet jedoch noch eine andere Möglichkeit zur Komprimierung, bei der dann lediglich das Betriebssystem selbst gepackt wird. Hintergrund für diese neue Funktion ist, dass Windows 10 auf möglichst vielen Geräten zum Einsatz kommen soll - also auch auf jenen, die nur wenig Speicherplatz zur Verfügung haben.

Möchten Sie die Komprimierung des Betriebssystems aktivieren, müssen Sie zunächst die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten starten (die entsprechende Funktion finden Sie nach einem Rechtsklick auf den Start-Button). Anschließend geben Sie den Befehl compact.exe /CompactOS:always ein. Daraufhin wird Windows 10 dann komprimiert, was je nach System einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Um den Vorgang wieder rückgängig zu machen, geben Sie compact.exe /CompactOS:never ein. Mit dem Befehl compact.exe /CompactOS:query sehen Sie, ob die Komprimierung derzeit aktiv ist oder nicht.

Ist eine Komprimierung sinnvoll?

Ob eine Komprimierung von Windows 10 sinnvoll ist, lässt sich nicht grundsätzlich beantworten. Durch die Komprimierung werden die Dateien des Betriebssystems kleiner. Dies spart Platz auf der Festplatte, zudem können die Dateien so schneller gelesen werden. Beim Zugriff auf die Dateien müssen diese allerdings temporär entpackt werden, was das System auslasten kann. Nutzen Sie beispielsweise eine langsame Festplatte und eine schnelle CPU, könnte sich durch die Komprimierung jedoch ein spürbarer Geschwindigkeitszuwachs bemerkbar machen.



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