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Tesla: Sturm-Schäden in Puerto Rico als Chance für Solar-Wende

Von Christian Kahle am 06.10.2017 15:18 Uhr
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Die massiven Verwüstungen, die der Wirbelsturm Maria in Puerto Rico verursachte, betreffen auch nahezu die komplette Energie-Infrastruktur. Letztlich könnte dies aber auch eine Chance sein, die Stromversorgung komplett auf regenerative Quellen umzustellen.

Wie es in solchen Fällen immer wieder vorkommt, hat ein Nutzer auf Twitter die Idee aufgebracht, dass Elon Musk, also der Gründer des E-Auto- und nun auch Solaranlagen-Herstellers Tesla, die Karibik-Insel doch komplett mit seinen Kleinkraftwerken ausstatten könnte. Vermutlich war der Tweet nicht ganz ernst gemeint - Musk selbst griff die Idee aber als überhaupt nicht so abwegig auf.

"Das Tesla-Team hat das schon bei kleineren Inseln rund um die Welt getan - es gibt aber eigentlich keine Grenze in der Skalierung", erklärte Musk in einer Antwort. Grundsätzlich sieht er es als möglich an, Puerto Rico komplett mit Solaranlagen und der zugehörigen Akku-Technologie auszustatten. Letztich liege die Entscheidung darüber aber nicht bei seiner Person, sondern bei den Einwohnern und der Regierung Puerto Ricos.


Kein unbekanntes Territorium

Die Solar-Aktivitäten Teslas haben ihren Ursprung in der ebenfalls von Musk gegründeten Firma SolarCity. Da sowohl die Stromanlagen als auch die Elektroautos im Kern von guten Akku-Technologien abhängen, wurden die beiden Unternehmen kürzlich vereinigt. Und geliefert werden grundsätzlich nicht nur Anlagen, mit denen sich ein Haus teilautark versorgen lässt. In verschiedenen Regionen wurden auch schon größere Installationen errichtet - zuletzt beispielsweise ein 100-Megawatt-Kraftwerk inklusive Speicher in Australien.

Und auch hinsichtlich Puerto Ricos ist Tesla nicht ganz außen vor. Als klar wurde, welche Verwüstungen der Sturm auf der Insel anrichtete, setzte man bei dem Unternehmen schon eine Lieferung von hunderten Powerwall-Akkus in Gang, um zumindest erst einmal eine Grundversorgung mit Energie sicherstellen zu können. Befüllt von Solarzellen sollen diese den Hilfskräften in den kommenden Wochen Strom zur Verfügung stellen, unabhängig von der Frage, wann das öffentliche Energienetz wieder aufgebaut und in Betrieb genommen werden kann.
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