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Bill Gates und Satya Nadella raten Musk: "Keine Panik" in Bezug auf KIs

Von Witold Pryjda am 27.09.2017 10:21 Uhr
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Der Microsoft-Co-Gründer Bill Gates und der aktuelle Chef des Redmonder Konzerns Satya Nadella geben selten bis nie gemeinsam Interviews, nun war es aber ausnahmsweise soweit. Die beiden sprachen mit einer Zeitung über diverse Themen, darunter die Schwarzmalerei von Elon Musk zum Thema Künstliche Intelligenzen.

Existenzielle Bedrohung?

Und Gates und Nadella erwiesen sich als galaktische Anhalter, denn der Microsoft-Co-Gründer meinte in Richtung des Tesla-Chefs Elon Musk: "Wir sollten hier nicht panisch sein", so Gates. Gefragt wurden die beiden vom Wall Street Journal (WSJ), ob sie die Meinung von Musk teilten, dass KIs Menschen zu ihren "Hauskatzen" machen könnten, sobald Computer smarter werden. Das WSJ wollte wissen: "Sind KIs eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit?"

"Das Kontroll-Problem, über das sich Elon sorgt, ist nichts, was Leute als etwas unmittelbar Bevorstehendes betrachten sollten. Das ist etwas, wo Elon und ich geteilter Meinung sind. Wir sollten keine Panik haben. Gleichzeitig sollten wir aber auch nicht komplett ignorieren, dass das Problem irgendwann einmal auftauchen könnte", so Gates dazu.


Kontrolle definieren und behalten

Auch Nadella äußerte sich dazu und meinte, dass es derzeit darum geht, herauszufinden, wie man mit KIs Menschen helfen kann. "Es gibt immer noch viele Design-Entscheidungen, die gemacht werden, selbst bei selbstlernenden Systemen, für die Menschen verantwortlich sind", so der Microsoft-CEO. "Deshalb können wir sicherstellen, dass es keine Voreingenommenheit oder schlechte Daten im System gibt."

Laut Nadella könne man derzeit immer noch gut die Zukunft in jene Richtung beeinflussen, in der man nach wie vor die Kontrolle hat statt zu denken, dass das unausweichlich ist: "Kontrolle ist eine Wahl und wir sollten versuchen, sie zu behalten."

Gates zu Quantenrechnern: "Verstehe nur Bahnhof"

Das war nur eines von vielen Themen, die im Mittelpunkt des überaus aufschlussreichen Gesprächs standen. Interviewer Seth Stephenson wollte wissen, ob Nadella und Gates seiner 72-jährigen Mutter Quanten-Computing beschreiben könnten. Das verweigerten beide und Gates meinte, dass selbst er bei diesem Thema passen müsse: "Wenn bei Microsoft solche Folien gezeigt werden, verstehe auch ich sie nicht. Ich weiß viel über Physik und Mathematik, aber ein Bereich, bei dem ich nur Hieroglyphen sehe, ist Quantum."
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