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Aus für Project Alloy: Intel streicht Pläne für Windows-VR-Headset

Von Markus Kasanmascheff am 23.09.2017 10:22 Uhr
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Das von Intel ursprünglich noch für dieses Jahr geplante VR-Headset mit so genannter "Merged Reality"-Technik steht vor dem Aus. Wie der Blog Road to VR berichtet, habe der Chiphersteller nicht genügend Partner für das Projekt begeistern können. Ursprünglich war mit einem Ver­kaufs­start für das Headset noch in 2017 gerechnet worden.

Project Alloy war von Intel als ein Merged Reality Headset geplant gewesen. Wie bei klas­si­schen VR-Brillen hätte sich der Träger damit in einer virtuellen Welt bewegen können. Die 3D-Umgebung wäre mit der Intel-Brille aber durch gescannte Objekte aus der realen Welt anreicherbar gewesen. Auf der CES 2017 hatte Intel zu der geplanten Technik eine Reihe von Prä­sen­ta­tio­nen gezeigt.

Intel Project Alloy

Automatische Raumerkennung

Träger des VR-Headsets wären nicht an eine räumliche Umgebung gebunden gewesen und hätte etwa durch mehrere Räume laufen können, ohne die Brille abzusetzen, da auch Elemente aus der wirklichen Welt mit dem Display darstellbar sind. Intel hatte dazu eine RealSense-Kamera in der Datenbrille und leistungsfähigere Hardware wie einem Intel-Core-Prozessor der siebten Generation verbauen wollen. Für die Mixed-Reality-Effekte hätte Pro­ject Alloy auf Microsofts Windows Mixed Reality laufen sollen.

Auf der CES 2017 hatte Intel-Chef Brian Krzanich noch davon gesprochen, dass es mit Project Alloy gut voranginge und das Headset im vierten Quartal dieses Jahres erscheinen solle. Ein erster Prototyp konnte auf der Elek­tro­nik­messe auch schon von einigen Tech-Bloggern ausprobiert werden. Adi Robertson von The Verge bezeichnete nach seinem Test die Raumerkennung des Headsets als ein­drucks­voll. Auch wenn Project Alloy jetzt nicht herauskommt, ist die Idee vielleicht noch nicht ganz tot. Intel will weiter an innovativen VR-Systemen mit RealSense-Raumerkennung for­schen.

Die beiden "großen" Virtual-Reality-Headsets Oculus Rift und HTC Vive sind seit gut einem Jahr auf dem Markt. Auch wenn die damit mögliche Technik noch lange nicht ausgereizt ist, wie die eben erst freigeschaltete Street-View-Funktion zeigt, wäre etwas mehr Konkurrenz in dem Bereich dennoch wünschenswert
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