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XXL-Projekt: Microsoft schließt Bau von stärkstem Unterseekabel ab

Von John Woll am 22.09.2017 18:31 Uhr
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Microsoft kann den Abschluss eines wichtigen Infrastruktur-Projekts vermelden. Der zusammen mit Facebook und Telxius geplante Bau des Untersee-Kabels Marea - der bisher leistungsstärksten Verbindung dieser Art - konnte jetzt abgeschlossen werden.

Neue Verbindungen durch den Atlantik

Im Mai letzten Jahres hatte Microsoft bekannt gegeben, dass man zusammen mit Facebook und Telxius, einer Tochter des spanischen Telekommunikationsunternehmens Telefónica, unter dem Namen Marea ein neues Unterseekabel-System aufbauen wolle, das die bisher erreichten Kapazitäten übertreffen werde. Wie das Unternehmen jetzt in einem ausführlichen Blogpost mitteilt, konnte das rund 6.600 Kilometer lange Kabel erfolgreich zwischen dem US-Bundesstaat Virginia und Bilbao in Spanien verlegt werden.

Microsoft-Projekt: Unterseekabel Marea


Microsoft-Projekt: Unterseekabel Marea

Mit dieser Positionierung wählen die Unternehmen laut eigener Aussage eine Route, die wesentlich weiter südlich als die bisherigen Verbindungspunkte verläuft - dies soll auch dafür sorgen, dass bei "Naturkatastrophen und anderen Ereignissen, die die Verbindung zwischen den Kontinenten stören" eine Alternative zur Verfügung steht. Der Landepunkt in Bilbao garantiere einen einfachen Zugang zu Knotenpunkten in Afrika, dem Mittleren Osten und Asien.


"Marea ist außerdem das Unterseekabel durch den Atlantik, das mit bis zu 160 Terabits an Daten pro Sekunde die bisher größte Kapazität bietet", so Microsoft, dies genüge für die gleichzeitige Übertragung von "71 Millionen HD-Videos". Darüber hinaus betont der Konzern, dass man das Projekt von der ersten Planung bis zur endgültigen Inbetriebnahme Anfang 2018 in nur zwei Jahren abgeschlossen habe - üblicherweise würden "typische Unterseekabel-Projekte" dreimal mehr Zeit benötigen. Zu den Kosten macht Microsoft weiterhin keine Angaben.

Zukunftssicher dank offenem Design

In dem Kabel werden acht Glasfaser-Paare mit Kupfer ummantelt, darum kommt eine Schutzschicht aus Hartplastik und eine wasserdichte Versiegelung. Wie üblich wird das Kabel küstennah vergraben, liegt aber sonst bis zu 3,5 Kilometer tief auf dem Meeresboden, so Microsoft. Ein neues "offenes Design" soll es möglich machen, dass das Kabel mit "unterschiedlichstem Netzwerk-Equipment" kompatibel bleibt und an zukünftige Technologien angepasst werden kann.
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