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5G: Erster Mediatek-Chipsatz für LTE-Nachfolger kommt noch in 2017

Von Markus Kasanmascheff am 18.09.2017 11:10 Uhr
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Der Chiphersteller Mediatek arbeitet aktuell an der Entwicklung seines ersten 5G-Chipsatz-Prototypen für Smartphones und will diesen gegen Ende des Jahres vorstellen. Bereits in der ersten Jahreshälfte von 2018 sind damit erste Tests durch Smartphone-Hersteller möglich, von denen vorraussichtlich viele auf die Chip-Technik von Mediatek setzen werden.

Der 5G-Standard ist zwar noch nicht abschließend verabschiedet, doch stehen die wich­tig­sten Details laut Nokia bereits fest. Neben einer bis zu zehnfach höheren Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­keit, sollen verschiedene Techniken die Latenzzeiten deutlich verkürzen und das Mehrantennensystem Massive MIMO für eine drastische Ausdehnung der Netzkapazität sorgen. Bei Massive MIMO können statt den heute auf Sendemasten üblichen 2-8 Antennen bis zu mehrere hundert Antennen nebeneinander eingesetzt werden.

Mediatek arbeitet bei der Entwicklung seiner 5G-Technik bereits mit Nokia und China Mobile zusammen und eine Kollaboration mit Japans NTT DoCoMo steht in den Startlöchern. Der Konzern drückt wie auch andere Branchengrößen dabei mächtig aufs Gaspedal. Bis wir die ersten 5G-fähigen Endgeräte sehen, dürfte es also gar nicht mehr so lange dauern.

5G-Smartphones ab 2019

Qualcomms CEO Steven Mollenkopf hat etwa verlautbaren lassen, dass mit den ersten 5G-Smartphones bereits in 2019 zu rechnen sei, und nicht wie ursprünglich geschätzt ab 2020. Mit dem Aufbau der dafür nötigen Netz­in­fra­stru­ktur dürfte es aber gerade in Deutschland noch länger dauern. Die Telekom will zuerst in den USA 2020 mit einer landesweiten 5G-In­fra­struk­tur an den Start gehen, bevor sie die Tech­nik dann auch in Deutschland flä­chen­deckend anbietet. Vielleicht wird es hierzulande also noch bis 2021 dauern, bis man trotz ver­füg­ba­rer Endgeräte die hohe Über­tra­gungs­leis­tung von 5G wirklich nutzen können wird. Und bis zu einem wirklich flächendeckenden Angebot kann es dann sogar noch bis 2025 oder länger dauern.

Wie sinnvoll der 5G-Betrieb für Endkunden dann in der Anfangsphase wirklich ist, bleibt ab­zu­war­ten. Mit recht teuren Monatsflatrates zwischen zwei und vier Gigabyte ist aktuell 4G bereits nicht wirklich intensiv nutzbar, außer man hat das Geld recht locker sitzen, und schert sich nicht an kostspieligen Daten-Zusatzpaketen.
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