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Microsoft streicht weiter: Neue Kündigungen treffen viele US-Mitarbeiter

Von John Woll am 15.09.2017 19:00 Uhr
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Microsoft hat früher in dieser Woche eine bisher noch nicht bekannte Anzahl an Mitarbeitern entlassen. Zwar hatte der Konzern zuletzt im Juli Stellenstreichungen angekündigt, nach den jetzigen Informationen scheinen die Umstrukturierungen aber anders abzulaufen, als erwartet.

Das Sales-Team muss bluten

Wie der Journalist Brad Sams in seinem Beitrag auf der Seite Petri schreibt, hatte Microsoft schon im Juli bekannt gegeben, dass man im Konzern rund 3000 Arbeitsplätze streichen werde - damals hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass die Stellenstreichungen nicht aufgrund von Kostenreduktion vorgenommen würden, sondern das Ergebnis einer überarbeiteten Sales-Strategie seien. Die inoffizielle Meldung, dass allein in Deutschland 1.500 der 2.500 Beschäftigten ihren Job verlieren würden, passte damals gut zu der Aussage Microsofts, dass die Maßnahmen vor allem Mitarbeiter außerhalb der USA betreffen.


Wie Sams ausführt, habe er jetzt aber von "mindestens vier Mitarbeitern" des Konzerns erfahren, dass Microsoft an diesem Dienstag Mitglieder des Sales-Teams sowie Mitarbeiter und Ingenieure aus der Produktentwicklung darüber informiert hat, dass ihre Arbeitsplätze gestrichen werden. Im Gegensatz zu den im Juli bekannt gewordenen Details scheint Microsoft dabei auch "einer ganzen Menge" an Mitarbeitern in den USA eine Kündigung zugestellt zu haben - wie viel Entlassungen der Konzern in dieser Woche durchgeführt hat, ist dem Bericht aber nicht zu entnehmen.

Es war schon zu erwarten

Mit dem Kauf von Firmen hat Microsoft in den letzten Jahren auf jeden Fall immer wieder sehr viele neue Mitarbeiter in den Konzern aufgenommen, wie Sams schreibt, sei es also ganz normal für ein "reifes Unternehmen" die "Organisationsstrukturen zu verschlanken". Dass der Konzern in den letzten Jahren immer wieder Entlassungen durchgeführt hat, sei aber für die Moral der Mitarbeiter sicherlich nicht förderlich.

Ebenfalls im Juli dieses Jahres hatte der Insider Paul Thurrott am Rande seines Berichts zu der neuen Entlassungswelle erwähnt, dass seine Quelle "eine weitere Runde an Entlassungen nach dem Sommer" erwartet. Die bekannt gewordenen neuen Stellenstreichungen passen natürlich perfekt zu dieser Voraussage. Jetzt muss sich zeigen, ob Microsoft sich offiziell äußert.

sentifi.com

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