Jetzt auch mobil Kommentieren!

Kim Dotcom stellt "K.im" vor, will "Copyright-Revolution" herbeiführen

Von Witold Pryjda am 05.09.2017 09:29 Uhr
38 Kommentare
Kim Schmitz alias Kim Dotcom hat einen "Nachfolger" für den vor Jahren geschlossenen Filehoster Megaupload vorgestellt. Der Dienst, der ursprünglich unter dem Namen Megaupload 2 entwickelt wurde, heißt K.im und Dotcom will nichts weniger als eine "Copyright-Revolution" auslösen. Viel mit Megaupload hat K.im aber nicht gemeinsam.

Megaupload ist ein Fall, der auch Jahre nach der Schließung des Dienstes immer noch die Gerichte beschäftigt. Kim Dotcom, der nach wie vor in Neuseeland sitzt, konnte zuletzt auch einige juristische Erfolge erzielen. Parallel dazu entwickelt der gebürtige Deutsche nach wie vor so manchen Dienst, nun hat Dotcom (via TorrentFreak) K.im vorgestellt und eine Demo gezeigt.

Laut dieser Demonstration ist K.im kein zentraler Hosting-Dienst, sondern das genaue Gegenteil: Der Service wird es Nutzern erlauben, Inhalte hochzuladen und diese auf zahlreiche andere Portale, darunter Dropbox, Google, Reddit und sogar Torrent, zu verteilen.

Auch Marktplatz

K.im ist zeitgleich ein Marktplatz, denn die Uploader geben einen Preis für einen Download vor und wer eine Kopie haben will, der muss sie erst gegen Bezahlung freischalten und zwar per K.im-App oder eine Browser-Erweiterung. K.im geht Hand in Hand mit Bitcache, was im Wesentlichen eine Micropayment-Lösung ist, und ebenfalls von bzw. unter der Führung Kim Dotcom entwickelt worden ist.

K.im


K.im

Jeder Download ist an eine Bitcoin-Transaktion geknüpft, damit wird jede einzelne Transaktion zum eigenen "Quasi-Store". Gegenüber dem Filesharing-Blog bezeichnete Dotcom K.im als "Revolution" und "Win-Win" für alle Beteiligten, da davon unabhängige Schöpfer, Rechtebesitzer und auch jene profitieren, die Piraterie gewohnt sind. "Ich arbeite für beide Seiten", meint Dotcom.

Der Macher ist sich bewusst, dass das System missbraucht werden könnte, denn zumindest in der Theorie könnte jemand Geld für fremde Inhalte verlangen. Ähnlich wie bei YouTube können Rechteinhaber nämlich ihre Inhalte für sich beanspruchen und so die Einnahmen bekommen.

Der Internet-Unternehmer muss noch so manche offene Frage zu K.im beantworten und Lösungen für Details finden, er hat aber noch einige Zeit: Denn der Dienst soll Mitte 2018 starten und das ist der derzeit früheste Zeitpunkt.
whatsapp
38 Kommentare lesen & antworten
Verwandte Themen
Filesharing BitTorrent
Hoch © 2000 - 2017 WinFuture Impressum